Manager warnen: Yen-Abwertung ist ein "zweischneidiges Schwert"

Manager warnen: Yen-Abwertung ist ein "zweischneidiges Schwert"

In einer am Dienstag veröffentlichten Umfrage der Nachrichtenagentur Reuters plädierte fast die Hälfe von 400 Spitzenmanagern dafür, dass sich die Landeswährung auf dem jetzigen Niveau von knapp über 100 Yen zum Dollar einpendeln sollte.

Nur 15 Prozent hoffen, dass der Yen noch weiter an Außenwert einbüßt. Die Umfrage belegt, dass die von Regierungschef Shinzo Abe angeschobene Währungspolitik in den Augen der Manager ein zweischneidiges Schwert ist: Für Export-Firmen bedeutet die schwächere Währung zwar einen Wettbewerbsvorteil, doch erkaufen sie ihn durch höhere Importpreise - zum Beispiel für Energie.

Da Japan rohstoffarm ist, schlagen diese Kosten für die Firmen des Inselstaates voll durch. Infolge der lockeren Geldpolitik der Notenbank hat der Yen seit Mitte November einen steilen Sinkflug erlebt: Zum Dollar und zum Euro büßte er annähernd ein Viertel seines Außenwerts ein.

Abe hat der lahmen Exportwirtschaft bereits mit Hilfe der lockeren Geldpolitik der Notenbank auf die Sprünge geholfen. Zugleich will der Regierungschef die Spirale aus fallenden Preisen und sinkender Investitionsbereitschaft stoppen - offenbar mit mäßigem Erfolg. Nur 13 Prozent der befragten Unternehmer wollen mehr investieren. Und nur jede zehnte Firma plant Lohnerhöhungen oder einen Stellenaufbau.

Konjunkturell wirkte die von Abe verordnete und von der Notenbank verabreichte Medizin jedoch. Japans Wirtschaft wuchs im ersten Quartal um 0,9 Prozent und damit so kräftig wie kein anderes großes Industrieland. Allerdings sieht sich Abe dem Vorwurf ausgesetzt, die Währung künstlich niedrig zu halten.

Folgen der Staatsverschuldung

Zugleich gibt es Zweifel an der Nachhaltigkeit des Wachstumsmodells. Ein Beratergremium von Finanzminister Taro Aso warnt in einem Reuters vorliegenden Entwurf, es gebe keine Garantie, dass inländische Investoren dem Land beim Kauf von Staatsanleihen auch künftig die Stange hielten. Mehr als 90 Prozent der Papiere halten Inländer. Die hohe Staatsverschuldung könne dazu führen, dass die Risikoaufschläge für die Bonds zulegten und so die langfristigen Wachstumsaussichten des Landes schmälerten, warnen die Berater Asos. Japan ist das am höchsten verschuldete Industrieland: Der Schuldenberg ist schon jetzt mehr als doppelt so groß wie die jährliche Wirtschaftsleistung.

Durch eine breite Anwendung von Silber bei flexiblen Touchscreens, LED-Chips und der Halbleiter-Stapelung soll laut neuesten Forschungsergebnissen der Silberpreis bis 2018 um rund 270 Prozent steigen.
 

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