Jetzt geht es den Rohstoffhändlern bei JPMorgan an den Kragen

Weil die Volatilität und die Kundenaktivitätzu am Rohstoffmarkt zu gering sind, werden bei JPMorgan jetzt Händler aus diesem Bereich abgezogen.

Jetzt geht es den Rohstoffhändlern bei JPMorgan an den Kragen

JPMorgan Chase & Co. hat etwa zehn Händlern im Rohstoffbereich mitgeteilt, dass ihre Stellen gestrichen werden könnten, wie aus unterrichteten Kreisen berichtet wurde.

Die größte US-Bank könnte demnach sieben Händler in London und einen in Dubai entlassen oder versetzen, berichteten die Personen, die um Anonymität baten, da die Sache vertraulich ist. Ein zweiter in Dubai angesiedelter Händler werde nach London versetzt, heißt es weiter. Patrick Burton, ein Sprecher der Bank in der britischen Hauptstadt, wollte keinen Kommentar abgeben.

JPMorgan erzielten im vergangenen Jahr nach Goldman Sachs die zweithöchsten Erlöse aus Rohstoffen, berichtete die Analyse-Gesellschaft Coalition im März. JPMorgan mit Sitz in New York beschäftigt in zwölf Ländern Banker im Rohstoffbereich, wie aus ihrer Internetseite hervorgeht. Allerdings teilt die Bank nicht mit, wie viele Händler sie weltweit hat.

Wie aus einem Bericht von Coalition vom 15. Februar hervorgeht, sind die Rohstofferlöse bei den zehn größten Banken im vergangenen Jahr um 24 Prozent auf 6 Milliarden Dollar abgesackt. Den hauptgrund dafür sehen die Experten in der der niedrigen Volatilität am Markt sowie der geringeren Kundenaktivität. Die zunehmende Besorgnis über Regulierung und Kapitalempfindlichkeit haben zudem auch dazu geführt, dass Banken ihre Rohstoffstrategie überdenken, so die Studie.