Jens Weidmann bleibt punkto Euro cool

Jens Weidmann bleibt punkto Euro cool

Der Wechselkurs des Euro wird nach Einschätzung von EZB-Ratsmitglied Jens Weidmann die Konjunkturerholung im Euroraum nicht abwürgen.

“Ich würde im Euro-Wechselkurs keine Gefahr für die Wirtschaft sehen”, sagte Weidmann, der auch Präsident der Deutschen Bundesbank ist, am Dienstag in einem Interview mit Bloomberg TV in Frankfurt. “Was wir derzeit sehen, ist nicht völlig losgelöst von der Fundamentallage, sondern entspricht in etwa dem historischen Durchschnitt.”

Der Euro hat seit Anfang Februar mehr als vier Prozent nachgegeben, so dass EZB-Präsident Mario Draghi in den einleitenden Bemerkungen für seine Pressekonferenz in diesem Monat einen Hinweis auf die nach unten gerichteten Inflationsrisiken strich, die von einer Euro-Aufwertung ausgehen. Zwar habe die EZB beim Wechselkurs kein Ziel, jedoch beeinflusse dieser die Einschätzung der Konjunkturaussichten, erläuterte Weidmann.

“Bei unserer geldpolitischen Einschätzung und bei der Einschätzung des geldpolitischen Kurses berücksichtigen wir Wechselkursbewegungen. Natürlich beeinflussen sie auch die zukünftigen Inflationsraten und in dem Sinne gehen sie in unsere geldpolitischen Überlegungen ein”, sagte er.

Die europäische Gemeinschaftswährung notierte am Dienstag in Frankfurt zuletzt bei 1,3055 Dollar, 0,1 Prozent höher als am Vortag.

Die EZB, die das Bankensystem mit billigen Krediten von mehr als einer Billion Euro geflutet und den Leitzins auf ein Rekordtief von 0,75 Prozent gesenkt hat, werde ihren akkommodierenden Kurs “so lange wie nötig”, beibehalten, erklärte Weidmann.

“Gleichzeitig müssen wir sehen, dass in der gesamten Welt die Geldpolitik recht expansiv ist und das könnte natürlich Risiken für die Finanzstabilität in einigen von uns beobachteten Märkten bergen”, sagte der Bundesbank-Chef.

In Deutschland treiben die niedrigen Fremdkapitalkosten die Immobilienpreise nach oben, berichtete Weidmann. “Ich würde das, was da passiert, nicht als Preisblase betrachten. Aber natürlich beobachten wir starke Preissteigerungen, die wir vor dem Hintergrund der sehr verhaltenen Entwicklung in der Vergangenheit sehen müssen und der Tatsache, dass die Kreditentwicklung nicht so dynamisch ist, wie eine Preisblase signalisieren würde.”

Durch eine breite Anwendung von Silber bei flexiblen Touchscreens, LED-Chips und der Halbleiter-Stapelung soll laut neuesten Forschungsergebnissen der Silberpreis bis 2018 um rund 270 Prozent steigen.
 

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