Investieren in Diamanten - fünf Tipps zur Geldanlage in Edelsteine

Investieren in Diamanten - fünf Tipps zur Geldanlage in Edelsteine

Die Nachfrage nach Diamanten steigt, vor allem in Asien. Bereits 2017 soll die Nachfrage die Produktion überschreiten. Damit sind die funkelnden Glitzersteine nicht nur als Schmuck, sondern auch als Investment interessant und herzeigbar.

Diamanten sind nicht nur „a girls best friends“. Sie können eine wertvoller Bestandteil jedes Anlagedepots sein. Sind diese doch eine physische Depotergänzung zu Gold, Silber oder Aktien. Der Markt ist nicht geregelt, was Spekulanten oder Hedgefonds keinen Spielraum lässt. Diamanten sind endlich und nicht immer auf Knopfdruck verfügbar und somit sehr begehrt. Diamanten lassen sich leicht transportieren und sind weltweit konvertibel. Darüber hinaus sind Diamanten auch bei Erbschaften steuerlich interessant.

In China soll der Absatz besonders stark steigen

Die Nachfrage nach den Edelsteinen wird in den kommen sechs bis zehn Jahren vor allem im asiatischen Raum weiter stark ansteigen“, glaubt Ulrich Freiesleben, Diamantenexperte und Geschäftsführer von Diamondstoxx. Für China wird in den nächsten zehn Jahren, dass dort bis zu 25 Prozent des Diamantenschmucks abgesetzt werden. Für 2014 gehen Rohstoffexperten von einem Umsatzwachstum von 4,5 Prozent aus. Den höchsten Absatz finden die funkelnden Steine jedoch in den USA. Der Weltmarktanteil liegt bei knapp 40 Prozent. Auch Japan zählt mit zehn Prozent zu einer der größten nationalen Abnehmer. Nur in Europa geizt man offenbar mit teurem Schmuck. Der Weltmarktanteil in Deutschland liegt unter ein Prozent.

Diamanten vor Preisschub?

Doch auch weltweite zieht die Nachfrage an. Bereits 2017 soll laut einer Studie von Rio Tinto die weltweite Nachfrage nach Schmuckdiamanten die Produktion deutlich übersteigen. Die Folge: Die Preise steigen kräftig.

Auktion: Für einen Diamanten mehr als 60 Millionen Dollar gezahlt

Die Investoren haben bereits seit dem Krisenjahr 2008 begonnen verstärkt in Diamanten zu investieren. Auch wenn der Anteil der Gesamtnachfrage (neben Schmuck- und Industriediamanten) bei Diamanteninvestments erst bei zehn Prozent liegt. „Ein Indikator für steigendes Anlegerinteresse sind die unerwartet hohen Ergebnisse bei Auktionen bei Sotheby und Christie´s für große Diamanten“, analysiert Freiesleben. So brachte der Pink Star Diamand bei einer Auktion bei Sotheby´s in Hong Hong, der 59,60 Karat hat, mehr als 60 Millionen Dollar gebracht.

So funktioniert die Welt der Diamanten

Die wichtigsten Lieferanten von Rohdiamanten sind in Kanada, Russland oder Botswana. Sie verkaufen diese Diamanten in einem geschlossenen Verkaufssystem an die großen Schleifereien. Als größter Anbieter gilt heute Russland mit seinem Minenkonzern Alrosa.

Worauf es beim Kauf von Diamanten ankommt:

1. Für die Beurteilung eines Diamanten und vor allem für seinen Wert gelten heute die international gültigen und anerkannten 4Cs. Diese sind Carat (Gewicht), Colour (Farbe), Clarity (Reinheit) und Cut (Schliff): Je größer ein Diamant, je weißer seine Farbe, je sauberer seine Reinheit und je höher seine Schliffqualität, desto teurer und wertvoller ist ein Diamant.

2. Diamanten sollen nahe an der Quelle beschafft werden. Das bedeutet direkt von den in diesem Bereich international führenden Börsen Antwerpen, Hong Kong, Mumbai, New York und Tel Aviv.

3. Kaufen Sie keinen Stein ohne international anerkanntes Zertifkat. Es geht dabei sowohl um die Qualität des Diamanten als auch um die Seriösität des Diamantenlabors, das diese bestimmt. Das wohl bekannteste Instiut ist das Gemological Institut of America (GIA).

4. Um die Identität von Diamanten als auch des Zertifkates festzustellen, muss eine Zertifkatsnummer, in Form eines Lasercodes, auf dem Stein angebracht sein. Damit steht und fällt die Preisbildung. "Wer hier Komprisse oder Fehler macht, zahlt dafür spätestens beim Wiederverkauf", warnt Freiesleben.

5. Sind die Diamanten erst einmal in den Schmuckkreislauf gelangt und werden damit bereits mit einem Preisaufschlag gehandelt, sind sie als Investment uninteressant.

6. Bei der Auswahl der Anbieter sollte man darauf achten, dass der Wiederverkauf der Ware zu marktüblichen Börsenkonditionen gewährleistet ist.

7. Da der Kauf von Diamanten mehrwertsteuerpflichtig ist, sollte die Lagerung in Zollfreilagern mit Hochsicherheitsbereichen wie sie in der Schweiz, in Singapur und mittlerweile auch in Deutschland angeboten werden.

8. Vertrauen Sie keinem windigen Diamantenhändler. Achten Sie darauf, dass Sie es mit ausgewiesenen und erfahrenen Experten zu tun haben, die aufgrund ihrer langjährigen Erfahrung im Bereich der Diamanten sich einen Namen gemacht haben.

Durch eine breite Anwendung von Silber bei flexiblen Touchscreens, LED-Chips und der Halbleiter-Stapelung soll laut neuesten Forschungsergebnissen der Silberpreis bis 2018 um rund 270 Prozent steigen.
 

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