Hurrikan "Sandy" verteuert Benzin – Sorge um Raffinerien

Hurrikan "Sandy" verteuert Benzin – Sorge um Raffinerien

An den Rohstoffmärkten hat die Notierung für US-Rohöl am Montag unter dem Einfluss des Hurrikans "Sandy" an der nordamerikanischen Ostküste moderat nachgegeben. Europäisches Rohöl bewegte sich zuletzt leicht im Plus.

An der US-Ostküste gingen unterdessen die Vorbereitungen auf Hurrikan Sandy weiter. Einige Raffinerien im Großraum haben den Betrieb bereits eingestellt oder die Produktion reduziert. Betroffen waren nach eigenen Angaben Anlagen der Unternehmen Phillips 66, NuStar Energy LP, Hess Corp. und PBF Energy Inc. im US-Bundesstaat New Jersey. Überdies wurden Rohölterminals dort und in Delaware geschlossen.

Der Benzinpreis reagierte in den USA mit einem hohen Aufschlag und gewann wegen der drohenden Verknappung zuletzt 3,6 Prozent. “Sandy verteuert die Produkte und verbilligt den Ausgangsrohstoff”, sagte Stratege Bill O’Grady von Confluence Investment Management in St. Louis.

Der Future für US-Öl der Sorte West Texas Intermediate WTI gab zuletzt um 0,4 Prozent nach auf 85,91 Dollar je Barrel. Das in Europa gängige Brent stieg 0,2 Prozent auf 109,74 Dollar. Seit Jahresbeginn ergibt sich damit auf Basis von WTI ein Minus von etwa 13 Prozent.

Sandy wird voraussichtlich am späten Montagabend auf das Festland treffen, und zwar südlich von New York City, wie das Nationale Hurrikanzentrum der USA mitteilte. “Unsere Hauptsorge gilt nun der Raffinerieinfrastruktur”, sagte Marktanalyst Ric Spooner von CMC Markets in Sydney. Mit einer Zerstörung ginge das Risiko von Marktstörungen einher und das könne zu Verknappungen führen.

Der Goldpreis war bei 1709,69 Dollar je Unze um 0,1 Prozent niedriger. Allerdings ergibt sich seit Jahresbeginn auf diesem Niveau ein Plus des Goldpreises von mehr als neun Prozent. Überdies stiegen die Spekulationen auf eine höhere physische Nachfrage aus Indien, wo Händler zuletzt von einer “spürbaren Belebung” berichteten. Das ist nicht zuletzt jahreszeitlich bedingt, denn es beginnt die Hochzeitssaison und zudem stehen zahlreiche Feste an, zu denen die Nachfrage für Gold als Schmuckrohstoff anzieht.

Durch eine breite Anwendung von Silber bei flexiblen Touchscreens, LED-Chips und der Halbleiter-Stapelung soll laut neuesten Forschungsergebnissen der Silberpreis bis 2018 um rund 270 Prozent steigen.
 

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