Goldman Sachs mischt auch im Schieferöl-Geschäft mit

Goldman Sachs mischt auch im Schieferöl-Geschäft mit

Neben der Metalllagerhaus-Tochter Metro International Trade Services und einer Kohlegrube in Kolumbien ist der Wall-Street-Riese Goldman Sachs auch in der florierenden Öltransport-Branche engagiert.

Die Bank hält eine Minderheitsbeteiligung an der nicht börsennotierten Firma U.S. Development Group (USD), die vom Schieferöl-Boom in den Vereinigten Staaten profitiert. USD betreibt Spezialbahnhöfe, auf denen kilometerlange, mit Erdöl bestückte Güterzüge be- und entladen werden. Diese Form des Transports ist heiß begehrt, weil die Pipeline-Kapazitäten in vielen Gegenden nicht ausreichen. USD ist mittlerweile eine wichtige Säule in diesem Geschäft, nachdem das Unternehmen vor etwa zwanzig Jahren mit Ethanol-Umladestationen begonnen hatte.

Goldman Sachs stieg 2007 mit 49 Prozent bei USD ein. Mittlerweile ist der Anteil weniger als halb so groß. Die Bank finanzierte nicht nur das Wachstum von USD, sondern half auch mit ihrer Expertise, wie Firmenchef Dan Borgen im Reuters-Gespräch erläutert. Die Unabhängigkeit von der Börse ist für ihn ein entscheidendes Plus. "Weil wir keine öffentliche Gesellschaft sind, können wir schnell in die Gänge kommen und unseren Pflock in den Boden rammen, bevor andere die Chancen im Markt erkennen", so Borgen.

Reine Finanzbeteiligung

Ein Goldman-Sprecher bezeichnete USD als reine Finanzbeteiligung. Nach Auskunft einer mit der Angelegenheit vertrauten Person hatten Goldman-Händler zu keiner Zeit unmittelbaren Zugriff auf Marktinformationen von USD. Die Kenntnis von Lieferflüssen im Ölgeschäft könnte Händlern wertvolle Hinweise darüber liefern, in welche Richtung sich die Märkte entwickeln.

Die Lagerhaus-Tochter Metro, die im Goldman-Konzern einer anderen Sparte zugeordnet ist als USD, ist zuletzt in den Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit geraten. Sie sieht sich mit Klagen konfrontiert, weil sie mit wettbewerbsschädlichen Praktiken zu einem Anstieg des Aluminiumpreises beigetragen haben soll. Goldman weist diese Vorwürfe zurück. Die zuständigen Aufseher ermitteln in der Angelegenheit.

Politiker kritisieren, dass Banken ihre Engagements auf den Rohstoffmärkten nicht ausreichend offenlegen. Die Regulierer nehmen das Thema inzwischen unter die Lupe und ziehen die Daumenschrauben an. JPMorgan und andere Institute wollen daher den Handel mit physischen Rohstoffen aufgeben - zumal die Gewinnspannen bereits seit Jahren schrumpfen.

Durch eine breite Anwendung von Silber bei flexiblen Touchscreens, LED-Chips und der Halbleiter-Stapelung soll laut neuesten Forschungsergebnissen der Silberpreis bis 2018 um rund 270 Prozent steigen.
 

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