Glänzende Aussichten für Platin und Palladium

Glänzende Aussichten für Platin und Palladium

Platin und Palladium gehören zwar der Gruppe der Edelmetalle an, doch aufgrund ihrer chemischen Eigenschaften werden sie vor allem von der Industrie nachgefragt. Experten rechnen indes mit Preisanstiegen bei beiden Metallen.

Für Platin und Palladium geht es bergauf – sowohl an der Börse als auch in der realen Welt. Auf Fünf-Jahres-Sicht etwa verteuerte sich Platin seit seinem Tief im Dezember 2008 um mehr als 80 Prozent. Der Palladiumpreis zog im selben Zeitraum sogar um 349 Prozent an. „Jeder der in Edelmetalle investieren will, sucht sich jetzt kleine und attraktive Edelmetall-Bereiche und betrachtet man Platin und Palladium, sieht man, dass die beiden Edelmetalle auch bei einem wirtschaftlichen Rückgang weiterhin eine gesunde Nachfrage vorweisen können“, so Jeffrey Sica von Sica Wealth in New York.

Enormer Bedarf von der Industrie

Verantwortlich für den Preisanstieg bei den zwei Edelmetallen ist vor allem die Nachfrage der Industrie. Während diese bei Gold lediglich zehn Prozent ausmacht, beträgt sie bei Platin 60 und bei Palladium sogar mehr als 90 Prozent. „Das Gute an Platin als auch Palladium ist, dass sie sowohl als Edelmetalle als auch Industriemetalle eingestuft werden können“, erklärt Walter „Bucky“ Hellwig, Manager bei BB&T Wealth Management in Birmingham, Alabama.

Die chemischen Eigenschaften von Platin erlauben unter anderem die Aufnahme und Bindung großer Mengen von Wasserstoff und anderen Gasen, was Platin zu einem der wichtigsten Rohstoffe für die Automobil-Industrie macht. So gehört diese mit einem Anteil von etwa 50 Prozent zu den wichtigsten Platin-Konsumenten. Die Platinmetalle (hierzu zählen Platin, Palladium, Rhodium, Ruthenium, Iridium und Osmium) werden vor allem bei der Herstellung von Katalysatoren sowie bei der Entwicklung von Brennstoffzellen eingesetzt. Heute besteht bereits jeder dritte Katalysator aus einem der beiden Edelmetalle.

Gleich mehrere Faktoren sprechen für einen weiteren Preisanstieg

Um die aktuelle und künftige Nachfrage nach Platin und Palladium steht es zudem ausgezeichnet. Heuer übertraf diese bereits zum zweiten Mal hintereinander dessen Angebot und ein Ende dieser Entwicklung ist laut den Experten von Barclays zudem bis 2014 vorerst noch nicht in Sicht. Insbesondere von Seiten der Autoverkäufe dürfte in ein kräftiger Impuls kommen.

Laut dem englischen Marktforschungsinstitut LMC Automotive werden die weltweiten Verkäufe von Autos sowohl dieses als auch nächstes Jahr auf einem Rekordniveau liegen – allein in diesem Jahr soll der Absatz um 3,4 Prozent ansteigen, für 2014 wird sogar ein Wachstum von sechs Prozent prognostiziert. In der Europäischen Union etwa ist der Autoabsatz zuletzt im April das erste Mal nach 19 Monaten wieder gestiegen.

Weitere Faktoren, die für einen künftigen Preisanstieg bei den Edelmetallen sprechen, sind neben sinkenden Lagerbeständen in Russland vor allem vermehrte Schließungen von Minen aufgrund steigender Arbeits- und Energiekosten. So legte etwa Anglo American Platinum erst kürzlich drei Schächte still und strich insgesamt 6.000 Stellen. Dadurch wird die Platinproduktion um insgesamt 350.000 Unzen minimiert. „Das Geschäft ist extrem hart“, erklärt Simon Scott, CEO von Lonmin, in einem Interview mit Bloomberg. Das Unternehmen ist der dritt-größte Produzent von Platin.

Preise ziehen im Jahresverlauf weiter an

Seit Jahresbeginn sieht es in puncto Kursperformance der beiden Edelmetalle allerdings nicht allzu euphorisch aus. Während der Platinpreis um etwas mehr als fünf Prozent nachgab, legte Palladium an der Börse bis dato um bescheidene vier Prozent zu. Schenkt man allerdings den insgesamt 15 von Bloomberg befragten Analysten Glauben, werden die Preise der beiden Edelmetalle heuer noch durchaus anziehen: Der Preis für eine Unze Platin wird den Analysten zufolge zu Jahresende bei rund 1690 Dollar liegen – was vom aktuellen Niveau aus einem Plus von etwa 14 Prozent entspräche. Palladium wird ebenfalls weiter zulegen, allerdings nicht so stark wie Platin. Die Analysten gehen von 800 Dollar je Feinunze und somit einem Plus von sieben Prozent aus.

Durch eine breite Anwendung von Silber bei flexiblen Touchscreens, LED-Chips und der Halbleiter-Stapelung soll laut neuesten Forschungsergebnissen der Silberpreis bis 2018 um rund 270 Prozent steigen.
 

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