Fallende Rohstoffpreise bescheren Hedgefonds ein Katastrophenmonat

Fallende Rohstoffpreise bescheren Hedgefonds ein Katastrophenmonat

Dahinter stand nicht zuletzt, dass Rohstoffe von Öl bis Kupfer in Bärenmärkte zurückfielen. Den auf sie fokussierten Fonds ging es noch etwas schlechter als der breiten Masse der Hedgefonds, die im vergangenen Monat - aufgrund der Verluste am Aktienmarkt - ebenfalls deutlich absackten.

Im Mai verloren die Rohstoff-Hedgefonds im Schnitt drei Prozent, wie aus dem Newedge Commodity Trading Index hervorgeht. Das ist der höchste Verlust seit September 2011. Für die breite Masse der Hedgefonds ging es Daten von Bloomberg News zufolge in dem Monat um 2,9 Prozent abwärts, wobei vor allem die Angst vor einem Austritt Griechenlands aus der Eurozone auf die Stimmung drückte.

Der Rohstoff-Hedgefonds Taylor Woods Master Fund büßte
4,2 Prozent ein, wie aus dem Monatsbericht hervorgeht, der Bloomberg vorliegt. Der Metall-Fonds von Galena Asset Management sackte 2,6 Prozent ab und für den Brevan Howard Commodities Strategies Master Fund ging es zwei Prozent abwärts. Sogar um 14 Prozent brach der Fonds von Astenbeck Capital Management ein, wie ein Investor gegenüber Bloomberg erklärte.

Die Verluste machen deutlich, dass selbst erfolgreiche Händler sich im vergangenen Monat kaum gegen das sehr negative Umfeld durchsetzen konnten. Der Standard & Poor’s GSCI Spot Index, der sich aus 24 Rohstoffen zusammensetzt, hatte den stärksten Einbruch seit November 2008 verzeichnet und am Aktienmarkt ging es so stark wie seit acht Monaten nicht mehr abwärts. Im Mai 2011 hatten die 75 Rohstoff-Hedgefonds im Newedge-Index 1,4 Prozent verloren und im Jahr davor 2,8 Prozent.

“Es ist das dritte Jahr in Folge, das recht optimistisch anfing und dann im Mai mit Enttäuschungen aufwartete”, sagt Fraser McKenzie, Analysechef bei 47 Degrees North Capital Management, im Telefoninterview aus dem schweizerischen Pfäffikon. “Es ist schon fast unheimlich.”

Für die ersten fünf Monate des Jahres ist der Brevan- Rohstoff-Fonds von Fondsmanager Stephane Nicolas dennoch auf positivem Terrain und hat 4,2 Prozent gewonnen. Der Metall-Fonds von Galena, der von Duncan Neil Letchford geleitet wird, hat seinen Jahresgewinn auf 3,1 Prozent reduziert.

“Die Spanne bei der Entwicklung der Rohstoff-Hedgefonds war im Mai sehr groߔ, sagt Marcus Storr, Leiter Hedgefonds bei Feri Trust GmbH in Bad Homburg. “Es gab Manager, die deutlich zulegten und andere, bei denen es deutlich abwärts ging.”

Nicht alles ist schlecht

Tatsächlich gab auch einige wenige Rohstoff-Fonds, die im vergangenen Monat trotz der Rahmenbedingungen größere Verluste vermeiden oder sogar zulegen konnten. Dazu zählten Clive Capital, Vector Commodity Management und Krom River Commodity Fund. Der 3,3 Mrd. Dollar schwere Clive-Capital-Fonds, der von Chris Levett verwaltet wird, schnellte zehn Prozent hoch. Er hatte auf sinkende Energiepreise gewettet, wie zwei informierte Personen erklärten.

Der Vector-Rohstofffonds, der von Gilbert Saiz, einem früheren Händler von Goldman Sachs Group Inc., geleitet wird, kletterte im Mai um sieben Prozent, verlautete von informierten Personen. Für die ersten fünf Monate des Jahres kommt er damit auf ein Plus von 9,5 Prozent.

Der von Chris Brodie aus dem schweizerischen Baar verwaltete Krom-Fonds mied Verluste, indem er seine optimistischen Wetten - vor allem auf den Goldpreis - zurückfuhr. Der Fonds verlor lediglich 0,1 Prozent. Der Goldpreis hatte nach elf Jahren mit Gewinnen in Folge im Mai um 6,3 Prozent nachgegeben.

“Wir sind bei Rohstoffen sehr defensiv geworden”, sagte Itay Simkin, der Konzernchef von Krom River Trading, im Telefoninterview aus Baar. “Wir haben Metalle leerverkauft, Verkaufsoptionen auf Energie platziert und sind aus Gold herausgegangen. Leider waren wir nicht mutig genug für umfangreiche Leerverkäufe, da die Volatilität zurzeit sehr hoch ist.”

Krom wolle abwarten, bis Angebot und Nachfrage wieder die Rohstoffpreise bestimmen, bevor größere Positionen eingegangen würden, sagt Simkin. “Wir sehen eine Menge Gelegenheiten. Die Preise fallen auf deutlich niedrigere Niveaus. Wir wollen vorerst abwarten, bis das fundamentale Bild und das technische Bild übereinstimmen, was zurzeit noch nicht der Fall ist.”

Durch eine breite Anwendung von Silber bei flexiblen Touchscreens, LED-Chips und der Halbleiter-Stapelung soll laut neuesten Forschungsergebnissen der Silberpreis bis 2018 um rund 270 Prozent steigen.
 

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