Energie für Asien – "Sie wollen Öl von überall her haben"

Energie für Asien – "Sie wollen Öl von überall her haben"

"Sie wollen Öl von überall her haben", sagt die Exekutiv-Direktorin der Internationalen Energie-Agentur (IEA), Maria van der Hoeven. "Egal, ob per Schiff oder - um Russland nicht zu vergessen - per Pipeline." Nicht nur Chinas Nachbarn, auch in Nordamerika werden Milliardensummen für Leitungen, Schiffe und Verladehäfen ausgegeben, um Exporte von Öl und Erdgas nach Asien zu ermöglichen.

"Die Verlagerung des weltweiten Schwerpunktes beim Energieverbrauch nach Osten wird Wirklichkeit", erklärt Van der Hoeven.

China hat im vergangenen Monat die USA als weltgrößter Netto-Importeur von Öl abgelöst. Das Reich der Mitte war im vergangenen Jahrzehnt für die Steigerung der globalen Nachfrage größtenteils alleinverantwortlich. Schätzungen der Asian Development Bank zufolge dürften die Netto-Importe in den asiatisch-pazifischen Raum bis 2035 auf mehr als 25 Millionen Barrel pro Tag (bpd) steigen, was fast der gesamten heutigen Produktion des Nahen Ostens entspricht. Parallel dazu sinkt der Importbedarf der USA wegen der einheimischen Förderung von Schiefer-Ergas und -Öl. Damit muss insbesondere Kanada in die Ferne schauen, um seine Rohstoffe zu verkaufen.

Allein der Pipeline-Betreiber TransCanada Corp ist inzwischen an Projekten beteiligt, die zusammen einen Umfang von 13,5 Milliarden US-Dollar haben. Vor zwei oder drei Jahren hätte er sich das nicht träumen lassen, sagte Konzernchef Russ Girling. In Nordamerika und Asien arbeitet man an den nötigen Anlagen, um flüssiges Erdgas über den Pazifik zu schicken. Auch der weltgrößte Erdgas-Produzent Russland will im kommenden Jahr Flüssiggas in den Nachbarstaat liefern. Im Juni unterzeichnete Rosneft zudem eines der größten Geschäfte in der Geschichte der globalen Erdöl-Industrie: 25 Jahre lang sollen die Russen 365 Millionen Tonnen Öl - etwa 300.000 bpd - liefern. Das Volumen der Einigung betrug 270 Milliarden Dollar.

OPEC hat nicht mehr die Welt, sondern China im Blick

Das lassen die klassischen Fördernationen im Nahen Osten nicht auf sich sitzen. Saudi-Arabien will unter anderem bis 2017 höherwertigeres Öl aus den Feldern Schaibah und Churais liefern. Die Regierung in Bagdad gab bekannt, dass China seine Importe aus dem Irak im kommenden Jahr um mehr als zwei Drittel steigern will. "Die Opec ist nicht mehr auf einen globalen, breit aufgestellten Markt ausgerichtet", sagte William Durbin von Wood Mackenzie. "Sie werden zwar weiter weltweit Öl liefern, aber hauptsächlich werden sie Öl an China verkaufen."

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