Deutsche Finanzaufsicht BaFin erwägt Ermittlungen wegen Kursmanipulationen

Deutsche Finanzaufsicht BaFin erwägt Ermittlungen wegen Kursmanipulationen

"Bislang gab es keinen Anlass für spezielle Sonderprüfungen", bekräftigte die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) am Freitag, fügte aber erstmals hinzu: "Sonderprüfungen können aber folgen." Man stehe in der Angelegenheit nicht nur mit ausländischen Behörden im Kontakt, sondern untersuche den Sachverhalt auch selbst, betonte ein Sprecher. Der Skandal hat nach Angaben eines Insiders inzwischen auch die USA auf den Plan gerufen.

Das US-Justizministerium habe wegen der Vorwürfe eine vorläufige Untersuchung eingeleitet, sagte eine mit dem Vorgang vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters. Das Ministerium in Washington stehe in Kontakt mit Marktteilnehmern, überlasse die Hauptuntersuchung aber den europäischen Partnern. Konkret gehe es in dem Fall um Manipulationen des Schweizer Franken. Zwei Händler einer Schweizer Bank seien wegen der Vorwürfe bereits entlassen worden. Um welches Geldhaus es sich dabei handelt, blieb offen. Das Justizministerium lehnte eine Stellungnahme ab.

Ins Rollen gebracht hatte den Fall die britische Finanzaufsicht, die schon seit Sommer Berichten über Tricksereien bei der Festlegung von Referenzkursen für viele Währungen nachgeht. Die Kurse dienen Unternehmen und großen Profi-Anlegern wie etwa Investmentfonds als Basis für ihre Währungsgeschäfte. Am weltweiten Devisenmarkt werden pro Tag Währungen im Wert von mehr als fünf Billionen Dollar gehandelt. Das Segment ist der größte Markt im Finanzsystem und gilt als am wenigsten reguliert. Wichtige Akteure sind in der Schweiz vor allem die beiden Großbanken UBS und Credit Suisse. Die Deutsche Bank gilt als Marktführer. Auch die amerikanische Citigroup ist stark aktiv in dem Geschäft. Ein Sprecher der Deutschen Bank wollte sich zu den Untersuchungen in den USA nicht äußern.

Großbritannien, die Europäische Union und die Schweiz – Alle ermitteln wegen Kursmanipulationen

Nach Großbritannien gehen mittlerweile auch die Europäische Union und die Schweiz dem Verdacht auf Kursmanipulationen am Devisenmarkt nach. Sollten sich die Hinweise erhärten, werde er ein formelles Verfahren eröffnen, hatte EU-Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia am Montag angekündigt. Die EU sei noch in der Anfangsphase der Prüfung. Bereits in der vergangenen Woche hatte die Schweizer Bankenaufsicht erklärt, dass es in enger Abstimmung mit ausländischen Behörden Untersuchungen bei mehreren Schweizer Finanzinstituten gebe.

Die Banken sind bereits wegen anderer Manipulationsvorwürfe in die Schlagzeilen geraten. So wird im Libor-Skandal weltweit gegen mehr als ein Dutzend Banken ermittelt. Die UBS, Barclays und die Royal Bank of Scotland mussten bereits Strafen von zusammen mehr als 2,5 Milliarden Dollar zahlen. Auch gegen die Deutsche Bank wird ermittelt. Händler der Institute sollen über Jahre hinweg Referenzzinssätze wie den Libor oder den Euribor manipuliert haben, um Handelsgewinne einzustreichen. Die Sätze werden täglich auf Basis der Angaben der Banken zu ihren Refinanzierungskosten ermittelt. Für die Meldungen waren bei den Banken einige wenige Personen zuständig. Referenzkurse im Devisenhandel werden dagegen auf der Basis echter Markt-Transaktionen festgelegt. Insidern zufolge dürften sie deshalb schwieriger zu manipulieren sein.

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