Der Streit im Alu-Handel geht in die nächste Runde: Nun wird auch JPMorgan Chase verklagt

Der Streit im Alu-Handel geht in die nächste Runde: Nun wird auch JPMorgan Chase verklagt

Alu-Nutzer gingen gegen die US-Banken Goldman Sachs und JPMorgan Chasevor. In einem anderen Fall werfen das US-Justizministerium und die Börsenaufsicht SEC der Bank of America Betrug beim Verkauf von Hypothekenpapieren vor.

Die Bank of America habe verschwiegen, wie schlecht die Qualität der enthaltenen Eigenheimkredite gewesen sei, erklärte das Justizministerium am Dienstag. Es geht um Geschäfte zu Zeiten der Finanzkrise im Wert von 850 Mio. Dollar (640 Mio. Euro). Die Klagen gingen am Firmensitz der Bank in Charlotte im Bundesstaat North Carolina ein.

In der Finanz- und Wirtschaftskrise hatten viele Kreditnehmer ihre Raten nicht mehr zahlen können, was den Wert der Hypothekenpapiere einbrechen ließ. Die Bank of America musste sich bereits mehrfach wegen zweifelhafter Hypotheken-Deals verantworten und zahlte Milliarden in Vergleichen vor Gericht.

Grßbanken unterhalten indirekt Lagerhäuer für Aluminium

Ganz anders gelagert ist der Vorwurf gegen JPMorgan und Goldman Sachs: Die zwei Wall-Street-Firmen unterhalten über zugekaufte Tochterfirmen große Lagerhäuser für Aluminium. Schon seit längerem beschweren sich Kunden, dass sie erst mit monatelanger Verzögerung beliefert würden und sie dadurch höhere Lagermieten bezahlen müssten. Innerhalb weniger Tage gingen nun zwei Klagen ein. Die Konzerne wiesen die Vorwürfe zurück.

Die Firma Master Screens Inc. als Nutzer von Aluprodukten und der Privatmann Daniel Price Bart als "Käufer von Getränken in Aluminiumdosen" haben die jüngste Klage vor einem Bezirksgericht in Florida eingereicht, wie am späten Dienstag bekannt wurde. In der Klage werden die zwei Banken als "Schmarotzer" bezeichnet, die mit ihrem Einstieg eine bis dato gesunde Branche geschädigt hätten. Weitere Beklagte sind der Rohstoffkonzern Glencore Xstrata und die Londoner Metallbörse LME. Zuvor hatte der Alu-Verarbeiter Superior Extrusion aus Michigan gegen Goldman Sachs alleine geklagt.

Ein Manager der US-Großbrauerei MillerCoors hatte jüngst vor einem Ausschuss des US-Senats seinem Frust Luft gemacht. Es sei kaum mehr möglich, Alu direkt von den Herstellern zu beziehen, erläuterte Timothy Weiner. Das Metall gehe direkt in die Lagerhäuser der Banken. Diese hätten mit Hilfe der LME "einen Flaschenhals geschaffen, der den Nachschub an Aluminium einschränkt". MillerCoors und andere Kunden hätten bis zu anderthalb Jahre auf eine Bestellung warten müssen. "Das ist bei keinem anderem Rohstoff so, den wir kaufen."

Weiner schätzte die Zusatzkosten für die Kunden allein im vergangenen Jahr auf 3 Mrd. Dollar. "Das aktuelle System funktioniert nicht", stellt er fest. Auch US-Aufsichtsbehörden und Politiker sind angesichts des direkten Zugriffs der Wall Street auf Rohstoffe alarmiert. Sie fürchten Interessenkonflikte und eine Machtballung. JPMorgan Chase kündigte Ende Juli an, sich von von dem Geschäftsfeld trennen zu wollen.

Durch eine breite Anwendung von Silber bei flexiblen Touchscreens, LED-Chips und der Halbleiter-Stapelung soll laut neuesten Forschungsergebnissen der Silberpreis bis 2018 um rund 270 Prozent steigen.
 

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