Der Hunger Chinas ist längst nicht gestillt

Der Hunger Chinas ist längst nicht gestillt

Die Fremdwährungsreserven der Republik China wachsen weiter an. Ende des ersten Quartals stiegen sie auf die unvorstellbare Summe von 3,305 Billionen Dollar. Ein Zuwachs von mehr als acht Prozent gegenüber dem Jahr davor. Mittlerweile hält China bereits 31,5 % der weltweiten Währungsreserven.

Die Stimmung trübt sich ein: Laut dem Einkaufsmanager-Index der britischen Großbank HSBC hat sich im Juni die Stimmung in der chinesischen Industrie weiter verschlechtert. Der Index fiel von 48,4 auf 48,2 Punkte. Der Wert liegt damit zum achten Mal in Folge unter der Marke von 50 Punkten. Indexstände von weniger als 50 Punkten signalisieren einen wirtschaftlichen Rückgang, Werte über 50 Punkt hingegen deuten auf eine Belebung hin. Experten sehen den Grund für den neuerlichen Rückgang vor allem in rückläufigen Bestellungen aus Europa und den USA. Die Flaute in Europa erreicht damit schön langsam auch die neue Wirtschaftssupermacht im Fernen Osten.
Trotzdem: Der Aufstieg Chinas zur weltweiten Nummer 1 in der Wirtschaft wird dadurch nur verzögert. Bis Ende April dieses Jahres stiegen die Exporte Chinas um 6,9 Prozent auf 593,24 Milliarden Dollar. Die Importe wuchsen – laut Veröffentlichung des Handelsministeriums der Volksrepublik China – von Jänner bis April auf 573,94 Milliarden Dollar. Zum Vergleich, die Ausfuhren Deutschlands in Nicht EU-Staaten lagen im Gesamtjahr 2011 bei 430,48 Milliarden € (544,44 Milliarden Dollar).

Die Rasanz mit der China in den vergangenen zehn Jahren zur globalen Wirtschaftsmacht aufgestiegen ist, lässt sich am besten mit einer Zahl veranschaulichen. 2002 verfügte China über Fremdwährungsreserven im Gegenwert von 291 Milliarden Dollar, fünf Jahre später war dieser Wert bereits auf 1,55 Billionen explodiert. Heute, weitere fünf Jahre später verfügt China über Währungsreserven in Höhe von 3,305 Billionen Dollar, umgerechnet 2,613 Billionen €. Mit diesem Geld könnte China die gesamte Brutto-Verschuldung Deutschland (2,088 Billionen €) auf einen Schlag tilgen und hätte noch immer eine Geldpolster von mehr als einer halben Billion €.

China hortet das Geld dieser Welt …

… im wahrsten Sinn. Denn mittlerweile verfügt der chinesische Drache über fast ein Drittel der gesamten weltweiten Währungsreserven. Exakt sind es per Ende des ersten Quartals 2011 31,57 Prozent. Ein Plus von 8,6 % im Vergleich zum Stand von vor einem Jahr.
Geld, das auch eingesetzt wird um sich im Ausland an Unternehmen zu beteiligen. Laut dem chinesischen Handelsministerium haben sich chinesische Investoren in den ersten fünf Monaten des Jahres an 1.709 ausländischen Unternehmen in 115 Ländern beteiligt. Die Summe die dabei investiert wurde stieg im Vergleich zum Jahr davor um 40,2 Prozent auf 28,52 Milliarden Dollar.

Die hohen Währungsreserven Chinas und die internationale Vernetzung der Wirtschaft sind aber auch eine Achillesferse des Landes. Läuft es in anderen Region der Welt nicht mehr rund, bekommen das auch die chinesischen Unternehmen zu spüren (siehe oben).

Durch eine breite Anwendung von Silber bei flexiblen Touchscreens, LED-Chips und der Halbleiter-Stapelung soll laut neuesten Forschungsergebnissen der Silberpreis bis 2018 um rund 270 Prozent steigen.
 

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