China-Daten, Einkaufsmanagerindizes und Iran – Ölpreise drehen und ziehen kräftig an

China-Daten, Einkaufsmanagerindizes und Iran – Ölpreise drehen und ziehen kräftig an

Noch am Morgen war Brent angesichts enttäuschender chinesischer Konjunkturdaten unter 100 Dollar gefallen. Laut Händlern haben die Sorgen zugenommen, dass es zu Versorgungsengpässen kommen könnte, nachdem der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) sich skeptisch zu einer Beilegung des Streits geäußert hatte. Ein Fass (159 Liter) Nordseeöl der Sorte Brent verteuerte sich um 1,4 Prozent auf 101,79 Dollar, US-Leichtöl der Sorte WTI kostete mit 92,72 Dollar 0,8 Prozent mehr als am Freitag.

Unterstützung kam zudem nich von Seiten der Einkaufsmanagerindizes verschiedener Länder der Eurozone: Diese hatten die Erwartungen vieler Experten übertroffen. Der Euroraum insgesamt erreichte im Mai 48,3, während von Bloomberg befragte Volkswirte 47,8 erwartet hatten.

Für das eigentliche Anziehen der Ölpreise zeigte sich dann allerdings der treit des Westens mit dem Iran über dessen Atomprogramm verantwortlich. IAEA-Chef Yukiya Amano hatte erklärt, die Verhandlungen mit der Regierung in Teheran drehten sich im Kreise. Zudem treibe der Iran den Bau eines Schwerwasser-Forschungsreaktors weiter voran. Der Westen verdächtigt den Iran, unter dem Deckmantel eines zivilen Atomprogramms an Kernwaffen zu arbeiten. Die Regierung in Teheran weist dies zurück. Anleger fürchten, dass eine Eskalation des Streits die Zuverlässigkeit der Öllieferungen aus dem Nahen Osten gefährden könnte.

Behinderungen im Schiffsverkehr in Europa auf Rhein und Donau nach heftigen Überschwemmungen und Probleme beim britischen Nordseeöl-Feld Buzzard stützten die Preise ebenfalls, hieß es in London weiter.

Auf und Ab bei den Ölpreisen

Am Morgen hatten die Notierungen noch unter Druck gestanden, nachdem die Organisation Erdöl exportierender Länder ihre Förderquote am Freitag unverändert bei 30 Millionen Barrel am Tag belassen hatte . Zudem waren enttäuschende Daten für das rohstoffhungrige China veröffentlich worden. HSBC Holdings und Markit Economics hatten am Morgen mitgeteilt, dass der Index für das Verarbeitende Gewerbes Landes von 50,4 im April auf 49,2 im Mai gefallen sei.

“Es gibt Sorgen vor einem Überangebot angesichts der Schwächezeichen aus China”, sagte Thina Saltvedt, Analystin der Nordea Bank AB. “Die OPEC setzt indes mit ihrer Entscheidung darauf, dass die Nachfrage während der sommerlichen Urlaubszeit anzieht.”

Von Reuters im Mai befragte Analysten rechnen indes für das laufende Jahr eher mit fallenden Ölpreisen. Im Schnitt sagen sie für Brent einen Preis von 107,60 Dollar voraus - einen leichten Rückgang zum durchschnittlichen Preis im bisherigen Jahresverlauf von 108,89 Dollar. Im vergangenen Jahr hatte der Durchschnittspreis bei 111,70 Dollar gelegen.

Durch eine breite Anwendung von Silber bei flexiblen Touchscreens, LED-Chips und der Halbleiter-Stapelung soll laut neuesten Forschungsergebnissen der Silberpreis bis 2018 um rund 270 Prozent steigen.
 

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