China-Daten, Bernanke-Kommentar und volle Kraftstofflager – Öl unter Druck

China-Daten, Bernanke-Kommentar und volle Kraftstofflager – Öl unter Druck

Die Ölpreise haben am Donnerstag nachgegeben: Die US-Sorte WTI etwa fiel en dritten Tag infolge und verzeichnete damit den größsten Verlust innerhalb der letzten drei Wochen. WTI zur Lieferung im Juli kostete somit zuletzt 92,39 Dollar je Barrel, ein Minus von zwei Prozent gegenüber dem Vortag. Öl der Sorte Brent wurde bei 100,74 Dollar je Barrel gehandelt und war damit 1,8 Prozent billiger.

Verantwortlich dafür waren gleich mehrere Faktoren. So teilte etwa die Energy Inforamtion Administration am Mittwoch mit, dass die US-Kraftstofflager in der vergangenen Woche um insgesamt drei Millionen Barrel angewachsen. Zusätzlicher Druck kam auch von Seiten Chinas: Der chinesische Einkaufsmanagerindex fiel auf 49,6 und damit den tiefsten Stand seit Oktober. Last but not least lasteten zudem noch die Aussagen von Fed-Chef Ben Bernanke auf den Ölpreisen. Bernanke deutete an, dass die Fed bei einer der nächsten Sitzungen das Tempo der Anleihekäufe verringern könnte, falls sich die Lage am Arbeitsmarkt weiter aufhellen sollte.

“Die chinesischen Einkaufsmanagerdaten sind schwächer als erwartet, was den Abwärtsdruck auf den meisten Rohstoffmärkten heute deutlich verstärkt”, sagte Mark Keenan, Leiter Rohstoffanalyse und Strategie bei Société Générale in Singapur. “Die Kommentare von der Fed, die auf ein Zurückfahren der quantitativen Lockerungen hindeuten, falls sich die Konjunktur weiter verbessert, haben den Dollar höher getrieben, was ebenfalls zu der allgemeinen Schwäche beiträgt. Diese Faktoren drücken heute die Ölpreise.”

Schwache Konjunkturdaten aus China

Das verarbeitende Gewerbe in China ist im Mai erstmals in sieben Monaten wieder geschrumpft. Der Einkaufsmanagerindex fiel von 50,4 im April auf nun 49,6 Punkte, wie HSBC und Markit Economics am Donnerstag auf Basis vorläufiger Daten mitteilten. Er liegt damit wieder unter der Wachstumsschwelle von 50 Zählern. Der Rückgang kam überraschend. Die 13 von Bloomberg News befragten Ökonomen hatten für Mai mit einem Stand von 50,4 Punkten gerechnet.

China zweitgrößter Öl-Verbraucher

China ist weltweit – nach den USA – der zweitgrößte Verbraucher von Öl. 2011 etwa machte laut einer Studie von BP China's Anteil am Weltkonsum von Öl rund elf Prozent aus. Der Anteil der USA liegt bei 21 Prozent.

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