Brasilien schafft Steuer für ausländische Investoren ab – Real im Aufwind

Brasilien schafft Steuer für ausländische Investoren ab – Real im Aufwind

Brasilien schafft die Steuer für ausländische Investoren auf Käufe von Inlandsanleihen mit Wirkung vom heutigen Mittwoch wieder ab. Verantwortlich dafür ist, dass der Kurs des Real inzwischen gesunken ist und der Anstieg der Inflation gebremst werden soll. Weiters führt Finanzminister Guido Mantega die für die Märkte völlig überraschende Entscheidung mit dem Rückgang des Kapitalflusses aus dem Ausland als Begründung für die Maßnahme an.

Die Abschaffung der Sechs-Prozent-Steuer könnte dazu führen, dass der brasilianische Real von 2,1251 Real je Dollar am Dienstag wieder auf 2,05 Real je Dollar zulegt, schrieb Marcelo Salomon, Co-Chef Volkswirtschaft Lateinamerika bei Barclays in New York in einer Kundenmitteilung.

Seine Prognose ging auf: Der Wegfall der Finanzsteuer hat dem brasilianischen Real am Mittwoch Auftrieb gegeben. Die Währung notierte mit 2,0998 Real je Dollar 1,3 Prozent höher.

Ein wieder stärkerer Real, der die Importpreise ermäßigen würde, werde die Swap-Preise sinken lassen, da die Händler die Zinserhöhungen, die sie für notwendig erachten, um die Inflation zu bremsen, zurückfahren würden, wie Jose Francisco de Lima Goncalves, Chef-Ökonom bei Banco Fator in Sao Paulo erläutert.

Ziel der Intervention – Exporte und das Wirtschaftswachstum ankurbeln

Die brasilianische Regierung hatte die Steuer für ausländische Investoren im Oktober 2010 angehoben. Ziel war es, Exporte und Wirtschaftswachstum anzukurbeln, indem der Real geschwächt wird. Zweieinhalb Jahre später hat der Real 29 Prozent abgewertet und die Regierung kämpft damit, die Inflation in Schach zu halten - die Geldentwertung bewegt sich am oberen Ende der Zielspanne. Gleichzeitig ist die Wirtschaft in den vergangenen fünf Quartalen weniger gewachsen als von Analysten erwartet.

Der Real hatte am vergangenen Freitag ein Vier-Jahres-Tief touchiert. Am Dienstag verlor die Devise bis zu 1,2 Prozent, nachdem Zentralbankdirektor Aldo Mendes geäußert hatte, die Zentralbank werde nicht im Markt intervenieren, wenn die Währung im Einklang mit anderen Währungen nachgebe. Der Real machte im Tagesverlauf seinen Verlust wett und beendete den Handelstag wenig verändert.

Kursrückgang des Real als Folge der Dollar-Stärke

Der Kursrückgang des Real sei Teil eines weltweiten Phänomens, wobei der Dollar an Stärke gewinne, sagte Brasiliens Finanzminister Guido Mantega am Dienstag in Brasilia gegenüber Journalisten. Die Rally des Greenback stehe im Zusammenhang mit einer verringerten Liquidität, die weiter zunehmen könnte, wenn die USA ihre geldpolitische Lockerung beenden, sagte Mantega weiter.

“Wir waren beunruhigt über die überschüssige Liquidität, und wir haben das immer kritisiert”, sagte Mantega nach einem Treffen mit Präsidentin Dilma Rousseff. “Jetzt ist der Markt regulärer, normaler, und das erlaubt uns, eine Barriere zu entfernen, die wir aufgestellt hatten.”

Durch eine breite Anwendung von Silber bei flexiblen Touchscreens, LED-Chips und der Halbleiter-Stapelung soll laut neuesten Forschungsergebnissen der Silberpreis bis 2018 um rund 270 Prozent steigen.
 

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