Auch die Rohstoffmärkte schalten in den Korrekturmodus

Auch die Rohstoffmärkte schalten in den Korrekturmodus

Enttäuschte Hoffnungen auf eine stärkere US-Konjunkturbelebung durch die Fed haben am Freitag die Rohstoffpreise belastet.

US-Notenbankchef Ben Bernanke hatte am Donnerstag Spekulationen gedämpft, die Fed werde erneut Anleihen kaufen oder geldpolitische Maßnahmen ergreifen, um die Konjunktur in den USA anzukurbeln. Er wollte sich vor dem US-Kongress nicht festlegen, sagte aber, die Geldpolitik sei kein Allheilmittel. Spekulationen auf ein Eingreifen der Fed hatte Bernankes Stellvertreterin Janet Yellen geschürt - sie hatte sich für konjunkturstützende Maßnahmen ausgesprochen.

Rasant nach unten ging es nach Bernankes Äußerungen mit dem Ölpreis. Die USA sind der weltgrößte Ölverbraucher. Ein Barrel Öl der Nordseesorte Brent kostete am Vormittag 97,90 Dollar und damit zwei Prozent weniger als am Vorabend. Noch stärker war der Rückgang bei US-Leichtöl WTI : Der Preis für diese Sorte fiel um 2,6 Prozent auf 82,59 Dollar.

Das Zögern Bernankes belastete auch andere Rohstoffnotierungen. Der Kupferpreis fiel 2,6 Prozent auf 7303 Dollar pro Tonne, der Goldpreis sank 1,2 Prozent auf 1571 Dollar je Feinunze. Die Notierungen für Mais, Weizen und Soja hatten am Donnerstag in Chicago um jeweils rund ein Prozent nachgegeben. Der Euro fiel auf 1,2488 Dollar zurück. Der stärkere Dollar macht Rohstoffe, die in Dollar gehandelt werden, für Investoren aus anderen Währungsräumen weniger attraktiv.

Chinas Zinssenkung weckt Zweifel

Als zweischneidiges Schwert bezeichneten Börsianer die überraschende Zinssenkung Chinas um 25 Basispunkte am Vortag. Zwar gilt eine geldpolitische Lockerung gemeinhin als konjunkturstimulierend. Händler spekulierten jedoch, der eigentliche Grund für die Zinssenkung könnte sein, dass am Wochenende anstehende Konjunkturdaten aus China - dem weltweit zweitgrößten Ölverbraucher - schwach ausfallen könnten.

Durch eine breite Anwendung von Silber bei flexiblen Touchscreens, LED-Chips und der Halbleiter-Stapelung soll laut neuesten Forschungsergebnissen der Silberpreis bis 2018 um rund 270 Prozent steigen.
 

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