Onlinebroker im Vergleich: Angebote, Konditionen, Service

Onlinebroker im Vergleich: Angebote, Konditionen, Service

Acht Onlinebroker im Vergleich. Welche Anbieter mit Topkonditionen, breiter Produktpalette und hoher Servicequalität punkten.

Es reicht eine kleine Bewegung mit dem Zeigefinger, und schon ist das Geld unterwegs an die Börse. Wer beim Wertpapierhandel auf Renditen per Mausklick aus ist, kann unter acht in Österreich tätigen Onlinebanken und Direktbrokern wählen. Dabei brachte der niederländische Broker Degiro, der seit Ende August des Vorjahres in Österreich aktiv ist, bei den Gebühren Bewegung in den Markt.

Wie Auswertungen der Gesellschaft für Verbraucherstudien ÖGVS zeigen, ist Degiro neben flatex und Brokerjet, dem Onlinebroker der Erste Bank, der dritte Anbieter, der auf die Verrechnung von Depotgebühren verzichtet. Dabei ist die Höhe der Depotgebühr vor allem für Anleger wichtig, die auf langfristigen Vermögensaufbau aus sind und nur wenige Wertpapiere halten, die zudem selten ausgetauscht werden.

Wer zur Gruppe aktiver Trader zählt und häufig seine Wertpapierpositionen wechselt, sollte eher die Höhe der Ordergebühren vergleichen. Dabei zeigen sich große Unterschiede. So zahlt man beim günstigsten Anbieter, Degiro, für eine Aktienorder über 5.000 Euro an der Wiener Börse nur drei Euro an Gebühren, bei flatex werden neun Euro verrechnet. Beim teuersten Anbieter, der Generali Bank, fallen immerhin 22,54 Euro an.

Aktienorders

Für Aktienorders an der deutschen Börse verrechnen fünf Anbieter sowohl bei Käufen über 5.000 Euro als auch über 25.000 Euro gleich hohe Gebühren wie bei Wiener Werten. Das kommt wiederum dem Anlageverhalten der Nutzer des Onlinebrokerage entgegen. So entfallen etwa bei der seit Ende des Vorjahres zur französischen BNP Paribas Gruppe gehörenden direktanlage.at rund 45 Prozent der Aktientrades auf Papiere der Wiener Börse, rund 35 Prozent der Transaktionen werden mit Papieren der deutschen Börse getätigt.

Wen es beim Aktienkauf an die New Yorker Wall Street zieht, der fährt abermals mit dem Diskontbroker Degiro am günstigsten, werden doch für eine Aktienorder mit einem Volumen von 25.000 Euro nur 1,75 Euro Orderprovision verrechnet. Bei der Generali Bank kostet die gleiche Order 62,5 Euro.

Anleger, die schnell auf Marktveränderungen reagieren und Zugang zu aktuellen Kursen brauchen, sollten die Kosten für Realtime-Kurse verschiedener Börsenplätze im Auge behalten. Diese werden von sechs der acht untersuchten Anbieter angeboten und variieren im Preis zwischen 9,90 Euro und 35 Euro im Monat für die Kurse der Xetra Frankfurt. Echtzeitkurse der Wiener Börse werden von Brokerjet, Degiro und direktanlage.at kostenlos offeriert. Deutliche Unterschiede zeigen sich bei Produktangebot und den Konditionen, die bei einem Fondskauf verrechnet werden. So verzichtet Degiro gänzlich auf das Angebot von Fonds. Dagegen offerieren etwa die Bawag-Tochter easybank und die direktanlage.at insgesamt rund 7.000 in- und ausländische Fonds. Sämtliche in Österreich registrierten Fonds können auch bei bankdirekt.at, Tochter der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich, geordert werden, und es gibt Rabatte auf die Kaufspesen.

Fondssparen

Fondssparen ist bei allen Anbietern bis auf Degiro möglich. Anleger, die Sparpläne auf Aktien oder ETF abschließen wollen, werden nur bei direktanlage.at fündig. Das Ansparen in Anleihen ist dagegen nur bei boerse-live.at möglich.

Wer seine Trades per Smartphone oder Tablet-Computer tätigen will, hat dazu bei bankdirekt.at, Brokerjet, direktanlage.at sowie flatex mit deutschsprachigen iOS-und Android-Apps die Möglichkeit. Mobile Websites haben Brokerjet, Degiro, direktanlage.at, und flatex eingerichtet. Easybank, Generali Bank sowie boerselive.at können weder mit Apps noch mit mobilen Websites aufwarten.

Neben Topkonditionen, breitem Produktangebot und Komfort beim Trading spielen bei Onlinebrokern Faktoren wie Transparenz von Kosten und Bedingungen sowie Qualität und Erreichbarkeit des Kundendienstes eine wichtige Rolle. Alle Aspekte hat die Gesellschaft für Verbraucherstudien im Rahmen der "Studie Onlinebroker Österreich 2015" mit 150 Kriterien bewertet. In Summe erfüllte direktanlage.at die Kriterien am besten und wurde Testsieger, gefolgt von Brokerjet und flatex.

So investieren Sie nachhaltig

Finanzen

So investieren Sie nachhaltig

Finanzen

15 Top-Aktien und 15 Fonds aus Euroland

Neuer Dreh am Immobilienmarkt

Finanzen

Neuer Dreh am Immobilienmarkt