Investoren gehen mehr Risiko ein

Investoren gehen mehr Risiko ein

Immobilienkredite, Hotels, Studentenheime und Altenresidenzen steigen in der Gunst der Käufer.

Der europaweite Boom an den Immobilienmärkten erhöht auch den Appetit auf Risiko: Weil die Preise steigen, gute Objekte rar sind und die Konkurrenz mit anderen Investoren härter wird, wagen sich Investoren in "alternative" Immobilieninvestments. Laut einer aktuellen, internationalen Umfrage des Immobilienunternehmens CBRE unter Investoren in ganz Europa geben 32 Prozent an, dass sie heuer aktiv in Immobilienwerte investieren wollen, 27 Prozent interessieren sich für Studentenheime und 17 Prozent für Objekte im Bereich Freizeit und Unterhaltung.

"Ein Großteil der Befragten gab an, seine gesamten Investmentaktivitäten durch ein breiter gestreutes Risiko in diesem Jahr erweitern zu wollen. Diese erhöhte Risikobereitschaft sollte einer weitaus größeren Markt-und Branchenvielfalt zugutekommen," sagt Jonathan Hull, Managing Director of EMEA Capital Markets bei CBRE. Immobilienkredite zum Beispiel sind von 2012 bis 2014 europaweit von zehn auf 49 Milliarden Euro gestiegen.

In der Hotelbranche zeigt sich ein ähnliches Bild. Im ersten Quartal 2015 haben sich die Investitionen in europäische Hotels mehr als verdoppelt und lagen bei 3,74 Milliarden Euro. In Österreich etwa wechselte in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres das Wiener Courtyard by Marriott mit 20.000 Quadratmetern den Besitzer: Das Immobilienunternehmen s Immo AG verkaufte an den deutschen Deka-Fonds.

Auch die regionale Diversifikation nimmt zu: Zwar sind Großbritannien, Frankreich und Deutschland nach wie vor die beliebtesten Investorenziele, doch 2014 floss bedeutend mehr Geld in wirtschaftlich gebeutelte Länder wie Italien, Spanien und Irland.

In den traditionellen Sektoren bleiben Büroimmobilien weiterhin mit einigem Abstand die beliebteste Anlageklasse. Knapp die Hälfte der für 2015 noch zu erwartenden Investitionen werden diesem Bereich zugerechnet. Dabei ist Österreich derzeit eine Ausnahme: Hierzulande fanden seit Jahresbeginn überwiegend Deals mit Einzelhandelsobjekten statt. So wurden der Kaufpark Vösendorf oder die Immobilien der Kette Elektro Haas veräußert.

UMFRAGE. Ein Drittel der befragten Investoren will sich 2015 in Immobilienkrediten engagieren.

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