Neue Fed-Chefin Yellen erwartet starkes Wachstum der US-Wirtschaft

Neue Fed-Chefin Yellen erwartet starkes Wachstum der US-Wirtschaft

Janet Yellen, die künftige Chefin der US-Notenbank Fed, rechnet mit für 2014 mit einen Wirtschaftsaufschwung in den USA. Sie rechnet mit einem Aufschwung im Bereich von drei Prozent: "Wir werden dieses Jahr kräftiges Wachstum sehen".

Die künftige US-Notenbankchefin Janet Yellen rechnet in diesem Jahr mit einem schwungvolleren Wachstum in den USA. Wie andere Notenbanker auch hoffe sie, dass 2014 beim Wirtschaftswachstum eher eine drei als eine zwei vor dem Komma stehen werde, sagte sie in einem am Donnerstag veröffentlichten Interview des "Time-Magazine". Über die ersten drei Quartale des vergangenen Jahres legte die US-Wirtschaft im Durchschnitt um 2,6 Prozent zu. In der zweiten Jahreshälfte nahm die Konjunktur in der weltgrößten Volkswirtschaft wieder mehr Fahrt auf und verbuchte im dritten Quartal aufs Jahr hochgerechnet ein Plus von 4,1 Prozent - das stärkste Wachstum seit zwei Jahren.

Yellen äußerte sich zugleich zuversichtlich, dass die anhaltend niedrige Inflationsrate wieder anziehen wird. "Die Erholung war enttäuschend langsam, aber wir machen Fortschritte auf dem Arbeitsmarkt, und ich gehe davon aus, dass die Inflation sich wieder unserem längerfristigen Ziel von zwei Prozent annähern wird", sagte Yellen, die im Februar Ben Bernanke an der Spitze der Federal Reserve ablöst. Zuletzt belief sich die von der Fed beobachtete Inflationsrate auf lediglich 1,1 Prozent.

Kampf der Arbeitslosigkeit

Trotz der Besorgnis erregend niedrigen Inflation betonte Yellen, dass die Senkung der Arbeitslosenquote für die Fed allerhöchste Priorität genieße. Derzeit beträgt die Quote sieben Prozent und die Fed peilt längerfristig 5,2 bis 5,8 Prozent an. Die Notenbanker haben versprochen, die Zinsen solange nicht zu erhöhen, bis die Quote auf 6,5 Prozent gefallen ist.

Yellen ist eine Arbeitsmarktexpertin und gilt als Anhängerin einer extrem lockeren Geldpolitik, die voraussichtlich die Konjunkturhilfen behutsam weiter kürzen wird. Sie verteidigte die umfangreichen Anleihekäufe gegen die Kritik, sie kämen vor allem den Reichen zugute. "Das ist nicht wahr. Unsere Strategie zielt darauf ab, die langfristigen Zinsen zu drücken - dies unterstützt die Erholung, weil es Ausgaben ermuntert." Zwar trieben die Anleihenkäufe auch Aktien und Immobilienpreise in die Höhe, aber deren Besitzer könnten dadurch mehr Geld ausgeben, was letztendlich auch zur Schaffung von Arbeitsplätzen führe.

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