Milde Temperaturen dämpfen Umsatz bei H&M

Zu milde Temperaturen in Nordamerika und in Europa haben bei der schwedischen Textilkette Hennes & Mauritz (H&M) das Herbstgeschäft eingetrübt. Der Umsatz stieg zwar im Schlussquartal der Schweden von September bis November um 14 Prozent auf 49,7 Milliarden schwedische Kronen (5,20 Mrd. Euro). Analysten hatten jedoch mehr erwartet.

Milde Temperaturen dämpfen Umsatz bei H&M

H&M-Filiale in Berlin. Deutschland ist ein besonders wichtiger Markt für die schwedische Textilkette, der Umsatz macht 20 Prozent aus.

Der Umsatz von Hennes & Mauritz (H&M) im November hat um vier Prozent im Vergleich zum Vormonat zugenommen. Für das ganze Jahr 2015 kletterte der Umsatz um elf Prozent auf 176,62 Milliarden schwedische Kronen (19,18 Milliarden Euro). Der deutsche Markt ist besonders wichtig für H&M, hierher stammen 20 Prozent des Umsatzes.

Im Sommergeschäft war es genau umgekehrt: Die Sommerhitze besonders im August hat die Geschäfte belastet.

Beim Konkurrenz-Unternehmen Inditex, in Deutschland mit der Modekette Zara vertreten, hatte zuletzt vor allem die anziehende Nachfrage aus Spanien zu einem Gewinnsprung geführt. Der Umsatz legte um 15 Prozent auf 14,7 Milliarden Euro zu. Unterm Strich blieben 2,02 Milliarden Euro und damit ein Fünftel mehr als 2014.

Mehr als 400 neue Filialen im abgelaufenen Jahr

Unterdessen hat H&M im abgelaufenen Geschäftsjahr 413 Neueröffnungen zu verbuchen, das war mehr als geplant. Der Konzern, zu dem auch Ketten wie Cos, Monki oder Cheap Monday gehören, eröffnete allein im November 117 neue Läden. H&M fokussiert sein Wachstum vor allem auf China und die USA, außerdem bauen die Schweden ihr Online-Geschäft aus.

Insgesamt stieg die Zahl der Filialen weltweit von 3.511 im November 2014 auf 3.924 zum 30. November 2015. Hierzulande ist der schwedische Textilriese mit 74 Standorten vertreten.

Der Jahrebericht von 1. Dezmber 2014 bis 30. November 2015 wird a, 28. Jänner veröffentlicht.