Lettland startet mit dem Euro ins neue Jahr

Lettland startet mit dem Euro ins neue Jahr

Ein Feuerwerk über der Hauptstadt Riga begleitete zur Jahreswende die Einführung des Euro als neue Währung. Die Letten sind zurückhaltend skeptisch.

Lettland ist in der Neujahrsnacht als 18. Staat dem Euro beigetreten. Der amtierende Ministerpräsident Valdis Dombrovskis zog in der Hauptstadt Riga symbolisch den ersten Schein der Gemeinschaftswährung aus einem Geldautomaten. Der Eintritt in die Euro-Zone sei keine Entschuldigung, auf eine verantwortungsbewusste Finanzpolitik zu verzichten, warnte er. Das Land mit zwei Millionen Einwohnern - etwas weniger als Thüringen - wurde 2008 von der Finanzkrise schwer getroffen. Nach einem rigiden Sparkurs lag das Wirtschaftswachstum dann 2012 bei 5,6 Prozent, der schnellste Anstieg in der Europäischen Union.

Lettland sei nach diesen Anstrengungen nun so stark wie noch nie, erklärte EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso zum Beitritt. Damit setze es ein Zeichen der Hoffnung für die Staaten, die nun ihrerseits "einen schwierigen wirtschaftlichen Anpassungsprozess durchmachen".

Der Euro-Raum umfasst damit 333 Millionen Menschen. Das 15. Jahr beginnt die Währung stark: Zum Ausklang von 2013 tendierte er im Jahresvergleich 26 Prozent höher zum Yen und mehr als vier Prozent zum Dollar.

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