Prognose: Energiebedarf steigt bis 2040 um 37 Prozent

Prognose: Energiebedarf steigt bis 2040 um 37 Prozent

Vor allem der Energiehunger der Schwellenländer Asiens und Afrikas treibt die Nachfrage nach Energie in die Höhe. Auch der Bedarf an Öl wird zunehmen.

Der wachsende Energiehunger der Schwellenländer Asiens und Afrikas wird die Energienachfrage bis 2040 deutlich steigen lassen. Die Internationale Energieagentur (IEA) schätzt in ihrem neuen Weltenergieausblick (World Energy Outlook) das Wachstum auf rund 37 Prozent. Auch der Bedarf an Öl werde von 90 Millionen Barrel Öl (2013) auf 104 Millionen Barrel (2040) zunehmen.

Die weltweite Energienachfrage wird bis 2040 deutlich steigen, doch wird das Wachstum durch steigende Preise und bessere Energieeffizienz in Schranken gehalten: Die Internationale Energieagentur (IEA) sagte am Mittwoch in Paris in ihrem Hauptszenario einen Anstieg der Energienachfrage um 37 Prozent bis 2040 voraus.

Getragen wird die Nachfrage demnach vor allem durch Schwellenländer Asiens und Afrikas, während der Konsum in den meisten Ländern Europas, in Japan und Nordamerika stagnieren wird.

Trotz des demografischen und wirtschaftlichen Wachstums wird der weltweite Energiekonsum laut IEA nicht mehr so stark ansteigen wie in den vergangenen Jahrzehnten: Von mehr als zwei Prozent in den beiden vergangenen Jahrzehnten werde das Wachstum der Nachfrage auf rund ein Prozent jährlich ab 2025 zurückgehen. Neben höheren Preisen und besserer Energieeffizienz nennt die IEA als Grund hierfür auch den strukturellen Wandel der Weltwirtschaft hin zu mehr Dienstleistungen und leichterer Industrie.

Bedarf an Öl wird ebenso zunehmen

Die Tendenz ist der Prognose zufolge für Öl dieselbe. Die weltweite Nachfrage werde von 90 Millionen Barrel pro Tag im Jahr 2013 auf 104 Millionen im Jahr 2040 ansteigen. Auch hier würden aber die höheren Preise und politische Weichenstellungen den Wachstumsrhythmus bremsen. Vor allem asiatische Länder würden mehr Öl importieren. So werde China Anfang der 2030er Jahre die USA als größten Ölkonsumenten weltweit ablösen.

In den führenden Industrie- und Schwellenländern der OECD wird der IEA zufolge das Öl ab 2030 von Gas als Hauptenergiequelle verdrängt. Auch wenn im Moment der Ölpreis wegen eines Überangebots rückläufig ist, so wirft die IEA doch die Frage auf, ob die Produktion künftig die steigende Nachfrage bei Öl und Gas wird befriedigen können. Milliarden-Investitionen seien rechtzeitig nötig.

Finanzen

Schon 75 Millionen Kunden: Netflix revolutioniert das Fernsehen

Börse

US-Konzerne: Quartalsgewinne brechen ein - Droht Rezession?

Finanzen

Zalando steigert Umsatz um ein Drittel - Gewinn ist aber noch unklar