Hochsaison für Aktien: Die beste Zeit zum Investieren

Einer alten Börsenweisheit zufolge stehen Investoren nun wieder die besten Monate bevor, um Geld in Aktien anzulegen. Warum das so ist und wie Sie von Zyklen an der Börse profitieren können.

Hochsaison für Aktien: Die beste Zeit zum Investieren

„Sell in May and go away. Come back on St. Leger Day“ So lautet ein alter Börsen-Spruch, den es in verschiedenen Varianten gibt. Einer anderen Diktion zufolge lautet der zweite Teil „But remember to come back in September.“

Wie auch immer – bei den St. Leger Stakes, von denen der St. Leger Day unter Börsianern seinen Namen hat, handelt es sich um ein jährlich Mitte September im britischen Doncaster ausgetragenen Pferderennen. Im Jahr 2021 findet das Rennen am 11. September statt. Und zu diesem Termin beginnt eben dem Spruch zufolge die für Anleger beste Zeit des Jahres, um in Aktien zu investieren. Aber stimmt das auch oder ist das bloß ein überholter Spruch, aus den 1950er Jahren, als es noch keinen elektronischen Handel an den Börsen gab und sich Broker ab Juni langsam in die Sommerferien verabschiedeten, um dann im September wieder an die Arbeit zu gehen.

Der Reality-Check zeigt, dass die mehrere Jahrzehnte alte Börsenweisheit auch im 21. Jahrhundert noch ihre Gültigkeit hat. Über die Sommermonate liegt das Handelsvolumen an den wichtigsten Börsen auch heutzutage noch deutlich hinter den übrigen Monaten des Jahres zurück. Und nachdem die Kurse an der Börse von Angebot Nachfrage bestimmt werden gehen die in dieser Zeit auch tendenziell zurück, um dann in den Herbstmonaten wieder deutlicher anzusteigen.

Kaufen, verkaufen und wieder kaufen

Langzeit-Analysen haben gezeigt, dass die Kurse in den Monaten Oktober, November und Dezember überdurchschnittlich stark steigen und in der Periode von Juni bis September zurückgehen. Wer also Aktien im Mai abstößt und im September wieder in das Depot holt, kann damit spekulieren, dadurch einen Wertgewinn zu erzielen.

Das auf Trading-Statistiken spezialisierte Portal https://tradistats.com/ hat diese Saisonalität genauer unter die Lupe genommen und für die deutschen Aktienindizes DAX und MDAX im Zeitraum von 1998 bis 2018 untersucht. Dabei zeigte sich nicht nur, dass Anleger in einen DAX-ETF mit der Buy-and-Hold-Strategie über die zwei Jahrzehnte ein Plus von 111 Prozent erzielen hätten können, Anleger in den MDAX im gleichen Zeitraum sogar ein Plus von 448 Prozent.

Der saisonale Effekt

Optimieren ließ sich diese Strategie durch mit der „Sell in May“ Empfehlung. Wurde die Position am ersten Handelstag im Mai geschlossen und am ersten Handelstag wieder investiert, dann ergab sich im MDAX ein rechnerisches Plus von 490 Prozent.

Noch besser wäre es allerdings gewesen, das Kapital jeweils am ersten Handelstag des Junis zu entnehmen und am ersten Handelstag im Oktober wieder zu investieren. Unter dem Strich ergab sich dabei im MDAX nach 20 Jahren eine Gesamtperformance von 631 Prozent (siehe Tabelle). In den zwei Jahrzehnten konnten Investoren dabei in 17 der 20 Jahre Gewinne mitnehmen.


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