Starker Dollar setzt Gold-ETFs unter Druck

Starker Dollar setzt Gold-ETFs unter Druck

Angesichts der momentanen Dollar-Stärke und eines fallenden Goldpreises haben sich zuletzt zahlreiche Investoren aus börsennotierten Indexfonds (ETFs) und ähnlichen Produkten (ETCs) auf den Goldpreis zurückgezogen.

Der weltweit größte Fonds dieser Art, der SPDR Gold Shares, verbuchte in der vergangenen Woche den bislang stärksten wöchentlichen Mittelabfluss des Jahres 2012, wie Zahlen des Anbieters State Street Global Advisors am Montag zeigten. Demnach musste der Fonds innerhalb der vergangenen Woche rund 15,1 Tonnen des Edelmetalls aus seinem Portfolio verkaufen, um Anleger auszahlen zu können, die ihre Anteile veräußern wollten.

Gleichzeitig ist der SPDR auf dem Weg zu seinem bislang größten monatlichen Mittelabfluss 2012. Ende vergangener Woche hielt er 1254,6 Tonnen Gold im Portfolio. Das waren rund 25 Tonnen weniger als Anfang Juli. Stärker war der Goldbestand zuletzt im Dezember 2011 zurückgegangen.

Der SPDR Gold Shares ist nicht das einzige Goldprodukt mit Barren im Portfolio, das zuletzt starke Abflüsse verbucht hat, wie Reuters-Zahlen zeigen. Experten begründen den Rückzug der Investoren mit dem sinkenden Preis des Edelmetalls. Dieser ist im Juli auf Dollar-Basis um rund zwei Prozent gefallen. Als Ursache dafür nennen die Experten den starken US-Dollar. Dadurch wird Gold als alternative Krisenwährung für viele Investoren uninteressanter. Zudem macht er Neuanlagen im SPDR Gold Shares, der in Dollar abgerechnet wird, für Investoren aus anderen Währungsräumen teurer. Experten halten die momentan hohen Abflüsse aus Gold-ETFs und -ETCs jedoch nur für einen vorübergehenden Trend.

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