Paulson und Gold – werden die zwei jemals wieder Freunde?

Paulson und Gold – werden die zwei jemals wieder Freunde?

Paulson & Co., die von New York aus 28 Mrd. Dollar verwaltet, hat ihren 32 Mio. Dollar schweren Anteil am nach Umsatz weltgrößten Goldproduzenten Barrick Gold abgestoßen und Positionen in anderen Bergbaufirmen reduziert. "Wir glauben, dass der Goldpreis in einem langfristigen Aufwärtstrend eine Pause einlegt”, so Paulson & Co. in einer Mitteilung.

Statt sich an Bergbaufirmen zu halten, erwarb der Hedgefonds für 295,3 Mio. Dollar Aktien von Family Dollar Stores, für 192,9 Mio. Dollar Anteile an Hess und für 44,2 Mio. Dollar Aktien der Citigroup.

Paulson & Co. verstärkte außerdem das Engagement bei den Übernahmekandidaten Sprint Nextel und Life Technologies, die dem Hedgefonds dieses Jahr bereits zusammen zwischen 650 Mio. Dollar und 700 Mio. Dollar eingebracht haben. Paulson war insbesondere erfolgreich mit Investments in Firmen, die in Fusions- oder Restrukturierungsprozessen stecken, eine Strategie, mit der er seine Karriere als Händler begonnen hatte. Allerdings haben seine großen Wetten auf makroökonomische Entwicklungen, etwa auf Gold, diese Performance untergraben.

Der Gold Fund von Paulson ist mit einem Volumen von rund 500 Mio. Dollar der kleinste Hedgefonds der Gesellschaft und enthält vor allem Paulsons eigenes Geld. Von Jahresbeginn bis Ende April verlor der Fonds 47 Prozent. Im April erlitt das Edelmetall seinen stärksten Zwei-Tages-Verlust seit Januar 1980.

"Gold legt eine Pause ein"

“Wir glauben, dass Gold in einem langfristigen Aufwärtstrend eine Pause einlegt”, schrieb Paulson & Co. in einer Mitteilung. “Während sich die Inflation nur allmählich materialisiert, wird das anhaltende weltweite Gelddrucken der Notenbanken die Nachfrage nach Gold als Alternativwährung zu Papierwährungen antreiben.”

Paulson & Co. erwarb 1,63 Millionen Aktien von Sibanye Gold für 9,22 Mio. Dollar und kaufte 50.950 Aktienzertifikate (ADR) von AngloGold Ashanti. zu, wo der Hedgefonds größter Aktionär ist. Jedoch ist das AngloGold-Paket gegenüber dem Vorquartal um 219,4 Mio. Dollar auf 665,4 Mio. Dollar abgeschmolzen, nachdem die Aktie im ersten Quartal 25 Prozent an Wert verlor.

Das Investment von Paulson & Co. am börsengehandelten Fonds (ETF) SPDR Gold Trust, bei dem die Gesellschaft ebenfalls größter Anteilseigner ist, blieb im vorigen Quartal unverändert. Die Firma nutzt den ETF, um die Gold-Anteilsklasse ihrer Fonds zu unterlegen. Investoren können bei den meisten Paulson-Fonds zwischen auf Dollar und auf Gold lautenden Anteilen wählen.

Credit Suisse: Goldpreis fällt auf 1100 Dollar

In einem Jahr wird Gold bei 1100 Dollar je Unze notieren, prognostiziert die Credit Suisse. “Die Notwendigkeit, Gold aus Kapitalerhaltungsgründen zu kaufen, ist gesunken, und die Inflationswahrscheinlichkeit ist auf Sicht von ein bis drei Jahren erheblich zurückgegangen”, sagte Ric Deverell, Leiter Rohstoffanalyse bei der Bank, gegenüber Journalisten in London.

Der Goldpreis könnte in den nächsten Wochen auf 1350 Dollar fallen, erklärte er. In fünf Jahren werde das Edelmetall unter 1000 notieren, so Deverell.

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