Nachfrage nach Gold sinkt auf Fünf-Jahrestief

Nachfrage nach Gold sinkt auf Fünf-Jahrestief

Gold glänzt zwar noch wie früher, ist aber viel weniger wert. Die Nachfrage ist schal.

Im dritten Quartal wechselten knapp 930 Tonnen Gold den Besitzer. Zum Wochenschluss konnte der Preis für die Feinunze wieder zulegen - nach einer Abwärtstendenz der vergangenen Tage.

London. Mit dem fallenden Goldpreis ist auch die Nachfrage nach dem Edelmetall in den vergangenen Monaten gesunken. Im dritten Quartal hätten weltweit 929,3 Tonnen Gold den Besitzer gewechselt, zwei Prozent weniger als im Vorjahr, teilte der Branchenverband World Gold Council am Donnerstag mit. Nach Einschätzung von Experten der Commerzbank ist die Nachfrage damit so schwach wie seit Ende 2009 nicht mehr.

Ein starker Rückgang in China habe zur allgemein schwachen Nachfrage beigetragen, ein Teil davon sei durch eine höhere Nachfrage aus Indien aufgefangen worden.

Nach Angaben des World Gold Council gab es in den Monaten Juli bis September die stärksten Rückgänge bei der Nachfrage nach Goldbarren mit einem Minus von 27 Prozent im Jahresvergleich auf 185,7 Tonnen. Bei der Nachfrage nach Goldschmuck meldete der Branchenverband einen Rückgang um vier Prozent und bei der Nachfrage durch Zentralbanken um neun Prozent.

Zuletzt war der Goldpreis stark gefallen. Ende vergangener Woche erreichte die Notierung für eine Feinunze (etwa 31,1 Gramm) bei 1.132,16 Dollar (908,13 Euro) den tiefsten Stand seit Mitte 2010. Seitdem konnte sich der Goldpreis wieder etwas erholen. am Freitag konnte die Feinunze um rund zwei Prozent auf 1.1856,20 Dollar wieder leicht zulegen. Im September 2011 hatte der Goldpreis ein Rekordhoch bei 1.920 Dollar erreicht.

Geld

Edles Metall: Gold wird wieder glänzen

Gold

Goldpreis: Glänzende Performance

Gold

Goldpreis: Eine Wette auf 1.000 Dollar