Münze Österreich: "Seit Mai läuft das Geschäft wieder sehr gut"

Der Münze Österreich könnte 2012 eine Halbierung ihres Umsatzes ins Haus stehen, nachdem Anfang des Jahres die Nachfrage nach Gold und Silber jäh eingebrochen ist.

Münze Österreich: "Seit Mai läuft das Geschäft wieder sehr gut"

"Seit Mai läuft das Geschäft aber wieder sehr gut", sagt Gerhard Starsich, Chef der Tochtergesellschaft der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB).

Allein 2011 hat die Münze 17,8 Millionen Silberphilharmoniker verkauft, der sich in vier Jahren zu einem Publikumsrenner entwickelt hat. Vor seiner Einführung 2008 hatte man mit jährlichen Verkaufszahlen von zwei bis drei Millionen gerechnet. Erklärung für den jüngsten scharfen Einbruch am Edelmetallmarkt hat Starsich keine, eine Krisenstimmung macht sich aber umgekehrt in starken Nachfragesteigerungen bemerkbar. Die Käufer seien breit gestreut, sagt der Münze-Manager in Alpbach zur APA, "bis zur Großmutter, die alle ihre Ersparnisse in Gold anlegen will und zum Industriellen, der ganze Tonnen Silber kaufen möchte."

An einzelnen Tagen im Jahr 2009 habe die Münze in ihrem Shop Sicherheitsleute einsetzen müssen, um in der Käuferschlange Ordnung zu halten. Starsich ist seit meinem halben Jahr auch Präsident des Management Clubs.

Deutschland müsse auf Aufforderung der EU im kommenden Jahr seinen begünstigten Steuersatz auf Silber von sieben auf 19 Prozent erhöhen "das wird dem Silbermarkt vermutlich sehr schaden".

Da 95 Prozent des Umsatzes mit Edelmetall gemacht werde, falle es schwer, den Umsatz zu prognostizieren, "aber eine Milliarde werden wir heuer wieder erreichen." Im Rekordjahr 2011 hatte die Münze 2,2 Milliarden erlöst. Das Unternehmen produziert auch Euro-Umlauf- und Sammlermünzen. Zum Nominale erhältliche Silber-Euros wird es erst wieder geben, wenn der Silberpreis stark fällt, "aber das ist nicht zu erwarten".