Jim Rogers wettet gegen Nordkorea und kauft Goldmünzen

Jim Rogers wettet gegen Nordkorea und kauft Goldmünzen

Obwohl Nordkorea seit 1987 regelmäßig Goldmünzen geprägt hat, werden sie nur selten an internationale Investoren verkauft. Die Münzmesse in Singapur gehört zu den wichtigsten ihrer Art in Asien und lockt Käufer aus der ganzen Welt an.

Am vergangenen Osterwochenende hatten Sammler bei der Internationalen Münzmesse in Singapur die Chance, goldene und silberne Münzen aus Nordkorea zu erstehen. Denn zum zweiten Mal war auch die Korea Pugang Coins Corp. aus Pjöngjang vor Ort. Das berichtet das WSJ-Deutschland.

Laut der staatlichen nordkoreanischen Nachrichtenagentur wurden Goldmünzen zuletzt 2012 geprägt, um an den letzten Staatsführer Kim Jong-il zu erinnern. Die Inschrift auf den Münzen lautet: "Der große Anführer und Kamerad Kim Jong-il wird immer lebendig sein." Sein Sohn Kim Jong-un hat daraufhin seine Nachfolge angetreten.
US-Starinvestor Jim Rogers hat jedenfalls kräftig zugegriffen. Der amerikanische Rohstoffhändler, der heute in Singapur arbeitet, kaufte schon vergangenes Jahr das gesamte Angebot an nordkoreanischen Münzen. „Münzen und Briefmarken sind der einzige Weg, wie ich in Nordkorea investieren kann." Mit "investieren" meint Rogers: Gegen das isolierte und wirtschaftlich völlig rückschrittliche Land wetten. Seinen Münzkauf sieht er als Wette darauf, dass Nordkorea bald zusammenbricht. "Irgendwann wird es Nordkorea als Land nicht mehr geben. Dann wird der Wert der Münzen steigen", sagt Rogers. Wie viele Münzen er gekauft oder wie viel er dafür bezahlt hat, wollte er nicht sagen.

Handelssanktionen verbieten es Bürgern anderer Länder, Edelmetalle mit staatlichen nordkoreanischen Organisationen zu handeln. Die Sprecherin der Münzmesse sagt, Korea Pugang sei hingegen ein privates Unternehmen.

Auch auf Ebay gibt es Münzen

Auch bei Ebay sind zwei nordkoreanische Münzen von je einer Unze im Angebot, aus den Jahren 1988 und 2002, für jeweils 2.790 US-Dollar. Das liegt deutlich über dem Goldpreis.

Vergangene Woche hat Nordkorea die letzte bestehende militärische Kommunikationsleitung nach Südkorea gekappt und seine Raketen- und Artillerieeinheiten auf "höchste Alarmbereitschaft" gesetzt – nun wurde auch noch der Kriegszustand mit Südkorea ausgerufen. Kurz zuvor hatten die USA und Südkorea einen Notfallplan unterzeichnet, der ihr gemeinsames Vorgehen im Fall eines Angriffs von Nordkorea festlegt.

Jim Rogers glaubt fest daran, dass China und andere asiatische Länder in diesem Jahrhundert den Ton in der Weltwirtschaft angeben werden. Er wirbt dafür, in Schwellenländern wie Burma oder Kambodscha zu investieren. Rogers zog nach Singapur – weil es ihm wichtig ist, dass seine Kinder Mandarin lernen.

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