“Inflation könnte den nächsten Gold-Zyklus starten, doch davon sind wir Jahre entfernt”

Nach einer zwölfjährigen Rally beschleunigt sich der Trendwechsel im Goldpreis-Zyklus, während die US-Wirtschaft an Schwung gewinnt. Das schrieben die Goldman Sachs-Analysten Damien Courvalin und Jeffrey Currie in einer Studie am Mittwoch.

 “Inflation könnte den nächsten Gold-Zyklus starten, doch davon sind wir Jahre entfernt”

Die Bank senkte ihr Drei-Monats-Ziel für das Edelmetall von 1615 auf 1530 Dollar, für sechs Monate von 1600 auf 1490 Dollar und für zwölf Monate von 1550 auf 1390 Dollar. Goldman empfahl, eine am 11. Oktober 2010 eingegangene Comex-Long-Position auf Gold glattzustellen, um einen potenziellen Gewinn von 219 Dollar je Unze zu realisieren.

Gold hat seit Jahresbeginn 5,7 Prozent an Wert eingebüßt, weil Marktteilnehmer spekulieren, dass die Fed angesichts einer Konjunkturerholung ihre Stimuli zurückfahren könnte. Der Goldpreis befinde sich im “Blasen-Bereich”, schrieb die Societe Generale in einer Studie am 2. April. Anlagen im SPDR Gold Trust, dem größten börsengehandelten goldgedeckten Fonds, sind am Dienstag auf 1200 Tonnen zurückgegangen, den tiefsten Stand seit Juni 2011. Die Deutsche Bank senkte am Dienstag ihre Goldprognose um zwölf Prozent und verwies auf den erstarkenden Dollar und den Mangel an Interesse an “sicheren Häfen”.

“Trotz eines Wiederauflebens der Risikoaversion in der Eurozone und enttäuschender US-Daten sind die Goldpreise im letzten Monat unverändert geblieben. Das illustriert, wie schnell die Überzeugung für das Halten von Gold schwindet”, schrieben die Goldman Sachs-Analysten. “Steigende Inflation könnte der Katalysator für den nächsten Goldzyklus sein, doch dieser ist wohl noch mehrere Jahre entfernt.”