„In Utah hat man Gold und Silber wieder als gesetzliches Zahlungsmittel anerkannt.“

„In Utah hat man Gold und Silber wieder als gesetzliches Zahlungsmittel anerkannt.“

FORMAT: Herr Grusch, der Goldkurs nähert sich mit 1.774 Dollar pro Feinunze den Höchstständen. Ist Gold zu teuer?

Alfred Grusch: Nein. Offensichtlich schlägt die internationale Staatengemeinde den Weg Richtung Geldmengenausweitung ein. Gold wird als Sicherheit mittlerweile wieder gerne akzeptiert. In einigen US-Bundesstaaten plant man Gold erneut als gesetzliches Zahlungsmittel anzuerkennen. Damit wird das Edelmetall salonfähig. Außerdem stocken die Notenbanken der aufstrebenden Wirtschaftsnationen ihre Goldbestände auf und die meisten Notenbanken der Industriestaaten haben ihre Verkäufe eingestellt. Zusätzlich sind die Realzinsen in vielen Staaten negativ oder zumindest deutlich unter ihren Durchschnittswerten. All das gibt dem Goldkurs Rückenwind. Ich rate Anlegern zwischen fünf und zehn Prozent ihres Portfolios in physischem Gold und Goldaktienfonds zu halten.

Was spricht für Minenaktien statt physischem Gold?

Grusch: Goldminenaktien sind günstig bewertet – auch im historischen Vergleich und gegenüber physischem Gold. Zudem könnte der Kostendruck in den kommenden Quartalen leicht nachlassen.

Welche Minenaktien haben Potenzial?

Grusch: Ich würde Anlegern eher zu Fondssparplänen auf Goldminenaktienfonds raten. Im Einzeltitelbereich halte ich Konzerne
mit geringem politischem Risikoprofil wie etwa Osisko Mining (CA6882781009), Detour Gold (CA2506691088) oder B2Gold (CA11777Q2099) für interessant.

Wo lauern die größten Gefahren für Minenbetreiber?

Grusch: Abgesehen von den geologischen und metallurgischen Risiken könnte ein mögliches Störfeuer von politischen Interventionen kommen. Wenn Minengesellschaften enorm profitabel bilanzieren, und Staaten in Budgetnöten sind, werden oft die Lizenzgebühren für den Minenbetrieb oder den physischen Goldexport erhöht, Sondersteuern auferlegt oder Umweltabgaben eingeführt, um sich einen Teil vom Kuchen abzuschneiden. Im schlimmsten Fall könnten solche Maßnahmen bis zu Zwangsbeteiligungen und Enteignungen reichen.

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