"Goldsektor steht auf einem extrem soliden Fundament"

"Goldsektor steht auf einem extrem soliden Fundament"

"Die Minenaktien haben sich relativ zum Goldpreis auf den tiefsten Punkt der letzten 30 Jahre entwickelt", schreibt die Schoellerbank in einer am Montag erschienenen Analyse des Sektors. "Aus relativer Sicht" gebe es "Platz für eine Gegenbewegung".

Aber nur, wenn der Goldpreis nicht verfällt, die Zinsen niedrig bleiben und die Unternehmen Kostendisziplin hielten. Dann könnten sich die Aktien behaupten oder Gold selbst überflügeln.

Zu einer optimistischeren Prognose gelangt - auf Basis eines ähnlichen Befunds - der Goldexperte der Erste Bank, Ronald Stöferle. Er glaubt, dass "der Goldsektor derzeit auf einem extrem soliden Fundament steht", die niedrige Bewertung "könnte einen attraktiven Einstiegszeitpunkt signalisieren". Die Erste rät nur zu Minen in Gegenden, in denen keine Verstaatlichung befürchtet werden muss.

Schoellerbankanalyst Robert Karas sieht in der Kostenentwicklung den Hauptgrund für das Hinterherhinken der Aktien. Die Auffindungs- und Förderkosten seien aus mehreren Gründen überproportional gestiegen, was sich auf die operativen Gewinne geschlagen habe. Neben steigenden Energie- und Materialpreisen und Lohnkosten nehme die Ergiebigkeit der neuen Lagerstätten ab. Das heißt, dass die Abbaubetriebe immer größere Mengen Gestein verarbeiten müssten, um eine gleiche Menge Gold gewinnen zu können.

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