Goldpreis: Eine Wette auf 1.000 Dollar

Goldpreis: Eine Wette auf 1.000 Dollar

Der Goldpreis hat zwar kräftig verloren, aber der Preisverfall in Euro ist deutlich geringer. Die 1.000-Dollar-Marke kann nach unten geknackt werden. Die Schätzungen der Analysten unterscheiden sich jedoch kräftig - mit einer Bandbreite von 500 Dollar.

Wien. Der Goldpreis hat auch im vierten Quartal seinen Abwärtstrend fortgesetzt und ist heute mit knapp 1.070 Dollar (rund 976 Euro) um rund ein Zehntel niedriger als zu Jahresbeginn. Allerdings spiegelt sich darin auch die momentane Stärke des US-Dollars wieder - in Euro kostet die Feinunze (31,10 Gramm) Gold derzeit nämlich knapp 976 Euro, der Preisrückgang war damit deutlich geringer.

Der Goldpreise notierte erst vor zehn Tagen kurz nach der von der Fed eingeläuteten Zinswende auf Sechs-Jahres-Tief bei 1.053 Dollar. Die steigenden Zinsen könnten dem Goldpreise schaden, weil Investoren wieder auf festverzinsliche Wertpapiere wechseln könnten, meinten die Experten. Weiter Zinserhöungen stärken den Dollar und schwächen den Euro. Heiß für den Anleger in Europa oder Asien: Er muss mehr für die Goldanlage berappen.

Schätzungen: Abweichungen von bis zu 500 Dollar

Die Analysten von Raiffeisen Research sehen für 2016 noch weiteres Abwärtspotenzial für den Goldpreis, der kurzfristig auch unter 1.000 Dollar pro Unze fallen könnte. Ab dieser Marke sei jedoch mit einer stärkeren Konsumnachfrage vor allem aus China und Indien zu rechnen - um die Jahresmitte dürfte sich der Preis also bei rund 1.000 Dollar einpendeln.

Dieser Wert dürfte auch deshalb eine Untergrenze sein, weil die Produktionskosten mittlerer Unternehmen bereits über 1.000 Dollar je Feinunze liegen und der Abbau wäre in einigen Minen unrentabel.

Andere Analysten - etwa von Sal. Oppenheim oder DekaBank - rechnen sogar damit, dass der Goldpreis bis Jahresende 2016 gar kräftig unter die 1.000-Dollar-Marke fallen kann. 950 Dollar wird als unterstes Limit von Sal Oppenheim genannt. Hingegen sehen die Analysten von Hauck & Aufhäuser Aufwärtspotenzial: 1.450 Dollar pro Feinunze halten sie für möglich.

Vorsicht sei für den Anleger geboten - die Schätzungen von 16 Analysten sind recht unterschiedlich und ergeben eine Bandbreite von 500 (!) Dollar - also alles andere als ein punktgenaue Abschätzung eines Trends.

Fällt die 1.000-Dollar-Marke? Die Analysten sind sich nicht einig.

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