Goldpreis-Crash kostet Notenbanken 337 Milliarden Euro

Goldpreis-Crash kostet Notenbanken 337 Milliarden Euro

Die Schweizer Nationalbank (SNB) rückte kürzlich als erster mit der Wahrheit heraus: Nach dem Goldpreis-Crash und den folgenden Abschreibungen auf ihren Goldbestand muss die Nationalbank im ersten Halbjahr einen Buchverlust von rund 10,7 Milliarden Euro hinnehmen. Doch die Fed traf es noch deutlich härter...

Nach der Veröffentlichung der Zahlen für die SNB, liegen die Daten nun auch für andere Notenbanken vor, wie "finews.ch" unter Berufung auf den britischen Newsdienst "Central Banking" berichtet.

US-Goldbestände sind um 82 Milliarden Euro weniger wert

Die schmerzhaftesten Verluste muss die US-Notebank Fed hinnehmen. Deren Goldbestände sind im Wert von 82 Milliarden Euro geschrumpft. Die Deutsche Bundesbank muss einen Buchwertverlust von knapp 37 Milliarden Euro verdauen, die Banque de France und die Bank of England jeweils 27 Milliarden Euro und die chinesische Nationalbank 11,2 Milliarden Euro. Weltweit sollen sich die Verluste auf etwa 337 Milliarden Euro belaufen, so das Fachportal.

Einige Notenbanken haben Bestände trotzdem aufgestockt

Diese Zahlen sind allerdings nicht so beunruhigend wie sie klingen. Denn in der Regel hat die Höhe der Bewertung der Goldbestände keine Auswirkungen auf die jeweiligen Staatshaushalte, da sich die Goldvorräte bei vielen Notenbanken bereits seit Jahrzehnten in ihrem Besitz befinden und deren Bewertung in regelmäßigen Abständen an die Marktpreise angepasst wird. Obwohl die Zentralbanken weltweit ihre Goldkäufe langsam drosseln, haben einige Länder, wie beispielsweise die Türkei, ihren Vorrat im ersten Halbjahr deutlich aufgestockt.

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