Goldpreis: Auch Morgan Stanley senkt Gold-Prognosen

Goldpreis: Auch Morgan Stanley senkt Gold-Prognosen

Nun hat auch Morgan Stanley die Prognosen für den Goldpreis verringert und sich damit entsprechenden Schritten von Goldman Sachs und der UBS angeschlossen.

Für 2013 gehen die Analysten Peter Richardson and Joel Crane nun von 1409 Dollar aus, nachdem es zuvor noch 1487 Dollar gewesen waren. Im kommenden Jahr rechnen sie mit 1313 Dollar. Hier prognostizierten sie zuvor 1563 Dollar.

Für 2015 nahmen sie die Prognose von 1450 auf 1300 Dollar zurück. Zudem senkten sie ihre Ziele für Gold und Silber bis 2018. Hintergrund ist die Erwartung, dass die Notenbank ihre geldpolitischen Anreize wegen der Erholung der US-Wirtschaft vermindern könnte.

“Angesichts nachlassender Nachfrage nach sicheren Anlagen wegen der Stärke des Dollar und steigender US-Anleiherenditen sind die Marktbedingungen für Gold und Silber deutlich schlechter geworden”, schrieben die Analysten in einer Studie.

Bestände börsengehandelter Produkte auf niedrigstem Stand seit Juni 2010

Die Bestände von börsengehandelten Produkten sind am Montag auf 2.094,647 Tonnen gefallen und erreichten damit den niedrigsten Stand seit Juni 2010, wie aus Daten von Bloomberg hervorgeht. Damit beläuft sich der Rückgang auf 20 Prozent in diesem Jahr, nachdem es zuvor in jedem Jahr seit der Erstnotiz dieser Produkte 2003 zu einem Anstieg gekommen war.

“Diese historische und grundlegende Veränderung bei einem der wesentlichen Treiber des Gold-Bullenmarktes unterstreicht den starken Rückgang bei der Nachfrage nach der Anlageklasse”, schrieben Richardson und Crane.

Goldman Sachs geht davon aus, dass die Bestände um eine Millionen Unzen im Monat fallen werden. Sie nahmen daher ihr Ziel für das Jahresende von 1435 auf 1300 Dollar zurück und senkten die Prognose für 2014 von 1270 auf 1050 Dollar. Die Anleger rechneten mit einer früheren Verringerung der Anleihekäufe durch die US Notenbank als die Volkswirte der Geldhäuser, schrieben die Analysten Damien Courvalin und Jeffrey Currie in einer Studie vom 23. Juni.

Laut Credit Suisse hat Goldpreiseinbruch Anlegervertrauen gekostet

Der heftige Rückgang des Goldpreises in den letzten Monaten hat zudem nach Überzeugung der Credit Suisse das Vertrauen vieler Anleger in unverändert steigende Notierungen erschüttert. Das geht aus einer am Dienstag vorgelegten Markteinschätzung des leitenden CS-Rohstoffanalysten Ric Deverell hervor.

Darin senkte er seine Prognose für den Goldpreis auf Sicht von zwölf Monaten auf 1150 Dollar je Feinunze. Für das vierte Quartal werden nun 1250 Dollar und für das zweite Halbjahr 2014 1150 Dollar je Unze erwartet, wie es weiter hieß.

Die Nachfrage für Gold aus dem Nahen Osten, aus Asien und aus Indien werde voraussichtlich nicht mehr das Niveau von April und Mai erreichen und in den kommenden Monaten weiter nachlassen.

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