Gold steuert auf ein neues Rekordtief zu

Gold steuert auf ein neues Rekordtief zu

Der Goldpreis fällt und fällt. Nun ist es bis zum Preis von 1000 Dollar je Feinunze nicht mehr weit.

Die Krisenwährung Gold ist in Schwierigkeiten. Selbst nach einem Fünfjahrestief soll der Tiefstand noch nicht erreicht sein. Die Experten von JP Morgan raten, Gold zu verkaufen. Die Ursachen für den Absturz und warum noch größere Kursverluste erwartet werden.

Erst vergangene Woche ist der Goldpreis auf ein neues Fünfjahrestief gefallen. Erstmals seit 2010 durchbrach die Feinunze wieder die wichtige 1100 Dollar-Marke. Es war ein herber Tiefschlag für Investoren. Innerhalb von Minuten schmolz am Sonntag, 19. Juli Gold im Wert von 1,7 Milliarden Dollar an den Futures-Märkten in den USA und Shanghai.

Und der Ausverkauf ging an den folgenden Tagen munter weiter. Aktuell notiert Gold bei nur noch 1085 Dollar (aktuelle Goldpreis-Info). Der Grund für den jüngsten Sell-off sind nach Einschätzung des US-Wertpapierhauses JP Morgan spekulative Handelsgeschäfte.

Goldpreis: Seit September 2012 geht es praktisch nur noch abwärts.

Insgesamt hat Gold nach seit seinem Markthoch im Jahr 2011 um 42 Prozent an Wert verloren. Nach einer kurzen Erholungsphase bis September 2012 geht es praktisch nur noch abwärts. Gold hat seine Funktion als "sicherer Hafen" für Anleger verloren. Die Ursachen dafür sind vielfältig.

Nicht nur das markoökonomische Umfeld spricht laut JP Morgan für einen weiteren Kurverfall, auch aus charttechnischer Sicht sei Gold in einem Abwärtstrend. Der Rat der Analysten von JP Morgen: "Goldanleger sollten ihren goldenen Käfig besser verlassen, da der Preis dieses Vermögenswertes auf ein Rekordtief zusteuert.

Sechs Gründe für den Absturz des Goldpreises

  1. Krise in Europa. Seit man sich in Europa in Sachen Griechenland geeinigt hat, scheint die Gefahr eines Grexits oder auch eines Auseinanderbrechens der Währungsunion zumindest vorläufig vomTisch.
  2. Globaler Wirtschaftsaufschwung. Auch wenn es nicht alle wahrhaben wollen: Die Aussichten für das globale Wachstum sind positiv.
  3. Dollarkurs. Der US-Dollar hat rasch aufgewertet. Das schwächt derzeit den Euro (aktuelle Kursinfo EUR/USD), aber auch den Goldpreis.
  4. Die US-Notenbank Fed. Nach restriktiven Verlautbarungen der US-Notenbank Fed versuchen die Anleger, mit anderen Anlageklassen Renditen zu erzielen, so das Resümee der Goldspezialisten von JP Morgan.
  5. China. Das Reich der Mitte hat weit weniger Gold als bisher gedacht. Für die wohl größte Bewegung am Markt sorgte die chinesische Zentralbank mit der Erklärung, ihre derzeitigen Goldbestände seien deutlich geringer als von Analysten geschätzt.
  6. Ölpreis. Der Ölpreis sinkt weiter (aktueller Ölpreis). Die Lockerung der Sanktionen gegenüber dem Iran werden zu einem weiter sinkenden Ölpreis führen. Eine stärkere Inflation ist damit erst einmal nicht in Sicht. Und damit auch ein triftiger Grund sein Geld vor einer möglichen hohen Inflation zu schützen und in Gold zu flüchten

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