Gold-Hausse vor dem Ende? Silber und Platin aussichtsreicher

Der zwölfjährige Bullenmarkt bei Gold ist vorbei, sagt der treffsicherste Prognostiker aus einer Umfrage der London Bullion Market Association für 2013.

Gold-Hausse vor dem Ende? Silber und Platin aussichtsreicher

Er verweist auf das US-Wirtschaftswachstum, das dazu führe, dass Investoren sich auf Edelmetalle konzentrieren, die von der anziehenden Konjunktur profitieren.

Der Goldpreis wird 2013 im Durchschnitt bei 1600 Dollar je Unze liegen, verglichen mit einem Rekord-Jahresdurchschnitt von 1668,75 Dollar im vergangenen Jahr, sagt Rene Hochreiter, Vorstandsvorsitzender von Allan Hochreiter (Pty) Ltd. in Johannesburg. Das Jahreshoch sieht er bei 1700, unter dem Rekordhoch von 1921,15 Dollar je Unze im Jahr 2011.

“Ich denke, die USA werden ihre Probleme lösen und die Wirtschaft wird sich wieder positiv entwickeln”, sagte Hochreiter. “Wenn Gold mit einer besseren Entwicklung der Weltwirtschaft nachgibt, wird die Industrienachfrage und die Nachfrage nach Platin, Palladium und Silber wieder anziehen.”

Hochreiter hat für das vergangene Jahr einen durchschnittlichen Goldpreis von 1650 Dollar je Unze prognostiziert. Gold notierte am Montag am Kassamarkt bei 1653,40 Dollar je Unze.

Silber, Platin und Palladium haben jeweils im vergangenen Jahr das Plus von 7,1 Prozent bei Gold übertroffen. Die Industrienachfrage, von Sonnenkollektoren über Batterien bis zu Filmen, macht etwa 53 Prozent der Silbernachfrage aus, schätzt das Silver Institute aus Washington. Platin und Palladium werden in erster Linie in Katalysatoren für Autos und anderen Industrieanwendungen eingesetzt.

“Es dürfte wohl noch etwa ein weiteres Jahr dauern, bis Platin Gold schlägt. Aber danach dürfte es für den nächsten Aufwärtstrend, der fünf oder sechs Jahre anhalten könnte, Gold übertreffen”, erwartet Hochreiter. Eine Erholung der Juweliernachfrage nach Gold würde nicht ausreichen, um den Aufwärtstrend bei Gold am Laufen zu halten, da die Preise stärker von Investments abhängen, erläuterte er.

“Der Preis ist eine Folge der Absicherung, der Dollar- Entwicklung, aber nicht der physischen Juweliernachfrage”, sagte Hochreiter.