Gold: Der "Big-Change" und die Hoffnung auf den doppelten Boden

Gold: Der "Big-Change" und die Hoffnung auf den doppelten Boden

Die Markttechnik hat an den internationalen Finanzmärkten längst die Handelsentscheidungen aufgrund fundamentaler Analysen abgelöst. Dieser kaum kontrollierbare Umstand gilt natürlich auch für den Goldmarkt.

Wer nach dem April-Crash auf eine V-förmige Erholung beim Goldpreis gehofft hatte, wurde enttäuscht. Zwar hat die starke physische Nachfrage zu einer sehenswerten Erholung geführt, der Druck vom Papiermarkt ist aber immer noch zu groß um Notierungen über 1.500 US-Dollar je Unze zu ermöglichen. Dementsprechend dürfte das eintreten, was nach erheblichen Marktverwerfungen in den meisten Fällen passiert: Eine Bodenbildung, idealerweise mit einem doppelten oder dreifachen Tief. Dazu stehen die Chancen aktuell nicht schlecht.

Genau gesagt geht es dabei um die Marke von 1321,95 Dollar – dem Intraday-Tief am 16. April. Diese Marke sollte tunlichst halten, sonst ist ein weiterer Kursrutsch zu erwarten.

Der jüngste Verlauf des Goldpreises sollte jedenfalls in einem generellen Kontext zu den Abläufen an den Finanzmärkten gesehen werden. Dabei geht es um eine Marktbewegung in Richtung Risiko. Die sicheren Häfen haben immer mehr ausgedient. Dementsprechend wechselt der Liquiditätsstrom von Anleihen immer mehr zu Aktien und treibt die Indizes von Allzeithoch zu Allzeithoch. Ein sogenannter "Big Change" ist gerade im Gange. Dahinter steht natürlich der unaufhörliche Liquiditätsstrom der Notenbanken.

Aktuell fließt spekulatives „Papiergeld“ aus dem Goldmarkt ab. Gleiches ist beim Wechselkurs von Franken und Euro zu beobachten: Der sichere Hafen Franken wird verlassen, das Vertrauen und die Spekulationswut kehren zurück.

Aktien-Bubble

Dabei gilt es für Goldanleger Nerven zu bewahren, immerhin handelt es sich bei Gold ja nicht vordergründig um ein Renditeinvestements sondern um ein Sicherheitsinvestment für den Crashfall. Und der kommt so sicher wie das Amen im Gebet, denn die Aktienmärkte zeigen bereits erhebliche Überhitzungstendenzen. Außerdem fehlt die fundamental solide Begleitmusik für steigende Aktienkurse – sprich die Aussicht auf steigende Unternehmensgewinne.

Derzeit ist genau das Gegenteil der Fall. Die Unternehmen können mit Kostensenkungsprogrammen die Ausfälle durch die flaue Konjunktur nicht kompensieren. Die Folge sind deutlich anziehende und bald überzogene Bewertungen an den Börsen. Dementsprechend negativ ist das Chancen/Risiko-Verhältnis. Spätestens nach dem Platzen der Aktien-Bubble steht Gold wieder hoch im Kurs. Davor können sich Kurzfristanleger an den Strohhalm des doppelten Bodens klammern: Bei 1321,95 Dollar je Unze!

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