Goldpreis: Experten erwarten ein Abrutschen auf 1000 Dollar

Goldbarren

Gold: Das Edelmetall könnte bald um unter 1000 Euro pro Feinunze gehandelt werden.

Seit Monaten verliert Gold an Wert. Jetzt hält Michael Haigh, Rohstoffanalyst von Société Générale laut einem Bloomberg-Interview ein Preisverfall bis hin zu 1.000 US-Dollar je Feinunze für möglich. Haigh war einer der Analysten, die auch den starken Kursverlust im letzten Jahr richtig prognostiziert hatten. Für langfristige Investoren bieten die Rückgänge aber auch gute Einstiegschancen.

Vor zwei Jahren kostete eine Feinunze noch 1.900 Dollar. Seither ist Gold im Abwärtstrend. Derzeit notiert das Edelmetall bei 1.148 Dollar je Feinunze. Wie die Société Générale stuft auch Goldman Sachs die Entwicklung des Goldpreises derzeit nicht sonderlich optimistisch ein. So hält die US-Investmentbank einen Gold-Absturz auf 1.050 Dollar pro Unze für realistisch. Doch der Abwärtstrend ist nach Ansicht von Experten nur kurzfristig. Analysten der Commerzbank beispielsweise gehen davon aus, dass der Goldpreis auf lange Sicht wieder steigen dürfte.

Bei einem Goldpreis von 1.000 Dollar ist wieder langfristig Potential nach oben

Denn erreicht der Goldkurs tatsächlich die 1.000 Dollar-Marke, hätte die Entwicklung auch etwas Gutes. Dann dürfte laut Experten nämlich der Abschluss des langfristigen Abwärtstrends erreicht sein, der im Sommer 2011 eingesetzt hat. Von dort aus wird ein länger anhaltender Anstieg wahrscheinlich.

Auch Silber befindet sich in einem Abwärtstrend. Derzeit notiert Silber bei 15,50 Dollar. BNP Paribas rechnet erst bei einem Kursanstieg auf 17 Dollar mit einem nachhaltigen Aufwärtstrend.

Händler machten das überraschend kräftige Wachstum in den USA und die dadurch gestiegene Aussicht auf eine raschere Straffung der Geldpolitik für den jüngsten Absturz der beiden Edelmetalle verantwortlich und mit der ökonomischen Stärke der USA auch der steigende Dollarkurs. Es kommt einem Naturgesetz gleich: Wenn der Dollar steigt, fällt Gold, und umgekehrt. Auf der einen Seite ist das amerikanische Papiergeld, nur von Schulden gedeckelt, weltweit als Reserve- und Handelswährung gefragt. Je stärker die Wirtschaft, umso gefragter der Dollar. „Die überraschend starken amerikanischen BIP-Daten haben den optimistischeren Konjunkturausblick der Fed bestätigt und damit indirekt die Nachfrage nach Gold als sicheren Hafen gedämpft“, so Experten der Commerzbank. Gold ist zwar im Gegensatz zum Dollar nicht beliebig vermehrbar, und ist daher vor allem in Krisen, in denen andere Investments wenig attraktiv erscheinen, als langfristiger Wertspeicher und Zahlungsmittel der letzten Instanz. Weshalb ein kleiner Anteil an Gold im Depot auch in wirtschaftlichen Aufwärtsphasen von Experten als Absicherung immer wieder empfohlen wird.

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