Drittes Quartal: Goldnachfrage sank um 14 Prozent

Drittes Quartal: Goldnachfrage sank um 14 Prozent

Die gesamten Verkäufe verringerten sich um 138,9 Tonnen bzw. 11 Prozent auf 1.084,6 Tonnen. Das Angebot an Gold reduzierte sich um 2 Prozent. Gegenüber dem Vorquartal fiel die Nachfrage um 10 Prozent geringer aus.

Die stärksten Rückgänge gab es bei Gold-Barren und Goldmünzen. Allerdings waren im dritten Quartal 2011 historische Rekordwerte verzeichnet worden, geht aus der aktuellen Statistik des Branchenverbandes World Gold Council (WGC) von heute, Donnerstag, hervor.

68 Prozent der im Jahresabstand geringeren Nachfrage hingen mit der schwachen Nachfrage nach Goldbarren und Goldmünzen - vor allem in den deutschsprachigen Ländern - zusammen. Dieser Rückgang konnte nur teilweise durch höhere Zuflüsse in Exchange Traded Funds (ETF) ausgeglichen werden, sodass die gesamte Nachfrage des Investmentsektors um 16 Prozent geringer ausfiel. Der Goldpreis gab um 3 Prozent nach.

Im Vergleich zum Vorjahresquartal (422,1 Tonnen) wurden im dritten Quartal mit 293,9 Tonnen um 128,1 Tonnen weniger Barren und Münzen gekauft, das ist ein Minus von 30 Prozent. Wertmäßig waren es mit 15,6 Mrd. Dollar um 32 Prozent weniger. Relativiert wird dieser extreme Rückgang, wenn man sich die längerfristige Entwicklung ansieht: Die Nachfrage lag noch immer um 13 Prozent über dem fünfjährigen Quartalsdurchschnitt von 260,6 Tonnen.

Um 31 Prozent (43,2 Tonnen) weniger fragten die Zentralbanken nach, um 2 Prozent (9,2 Tonnen) verringerte sich die Nachfrage der Schmuckindustrie, um 6 Prozent (7,0 Tonnen) weniger fragte die Technologieindustrie nach. Nur bei ETFs und ähnlichen mit Gold hinterlegten Finanzinstrumenten zog die Nachfrage im dritten Quartal spürbar um 56 Prozent bzw. 48,6 Tonnen an. Zentralbanken blieben Nettokäufer, aber weniger ausgeprägt als im dritten Quartal 2011.

Die geringere Schmuck- und Industrienachfrage begründen die Branchenexperten mit dem höherem Preisniveau und dem allgemeinen wirtschaftlichen Gegenwind.

Weniger Barren und Münzen wurden vor allem in den westlichen Märkten gekauft - mehr als die Hälfte des Minus von 128,1 Tonnen entfiel auf den deutschsprachigen Raum. In Indien dagegen zog die Nachfrage um 12 Prozent an. Dagegen ging die Gold-Nachfrage in China zurück - um 5 Prozent in der Schmuckindustrie und um 12 Prozent bei Barren und Münzen -, lag aber um 23 Prozent über dem fünfjährigen Durchschnitt. Das verlangsamte Wirtschaftswachstum habe einen negativen Einfluss auf die Verbraucherstimmung gehabt.

Auf der Angebotsseite verringerte sich die Minenproduktion im dritten Quartal um 1 Prozent auf 731,6 Tonnen, wiederaufbereitetes Gold fiel auf 460,7 Tonnen, ein Minus von 2 Prozent. In Summe belief sich das Angebot auf 1.188,3 Tonnen, ein Minus von 2 Prozent.

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