Die goldenen Zeiten sind vorbei: Experten prophezeien einen Preisverfall bei Gold

Die goldenen Zeiten sind vorbei: Experten prophezeien einen Preisverfall bei Gold

Die US-Großbank Goldman Sachs hat ihre Goldpreisprognosen bis 2014 reduziert. Damit stellt sich die Bank auf weitere Verluste beim Goldpreis im Zuge einer Rückführung der ultralockeren Geldpolitik der US-Notenbank Fed ein. Und auch von Seiten der technischen Analyse sieht es in puncto Goldpreis-Entwicklung alles andere als rosig aus.

Die Bank setzte ihre Prognose für den Goldpreis zum Jahresende von zuvor 1435 Dollar auf 1300 Dollar herab und erwartet für das Jahresende 2014 statt zuvor 1270 nur noch 1050 Dollar je Feinunze. Derzeit wird am Markt eine frühere Rückführung der so genannten quantitativen Lockerung erwartet, wie es in der Begründung der Goldman-Strategen Damien Courvalin und Jeffrey Currie hieß.

Der Goldpreis ist seit Jahresbeginn bereits um 23 Prozent gefallen und läuft damit auf das schwächste Jahr seit 1981 zu. “Die jüngsten Bewegungen des Goldpreises haben die Risiken für weitere Verluste erhöht”, hieß es von Goldman. Mittelfristig sei wegen einer Konjunkturerholung in den USA und einer weniger unterstützenden Geldpolitik mit einem weiteren Goldpreisverfall zu rechnen.

Technische Analysten zeigen sich pessimistisch

Zudem schließen technische Analysten weitere Verluste bei Gold indes ebenfalls nicht aus. Der Fall unter 1300 Dollar je Unze – erstmals seit September 2010 – könnte Abgaben unter die Marke von 1200 Dollar nach sich ziehen.

Der Unterstützung bei 1300 Dollar kommt insofern erhöhte Bedeutung zu, als es sich hierbei um das 50-Prozent- Retracement der Rally von Oktober 2008 bis zum Rekordhoch 2011 handelt. Die nächsten Ziele nach unten befänden sich bei dem Hoch aus dem Juni 2010 bei rund 1265 Dollar und der Spitze aus dem Mai 2010 bei 1250 Dollar, so Analyst Axel Rudolph von der Commerzbank in London. Die Marken könnten nach einer Zwischenkonsolidierung in den kommenden Wochen erreicht werden.

Richard Adcock, technischer Stratege der UBS in London, geht sogar von einer Ausdehnung des Abwärtstrends auf rund 1155 Dollar aus. Hier befinde sich das Retracement bei 61,8 Prozent der Rally seit dem Oktober 2008, merkte Adcock in der vergangenen Woche an. Damit würde das Tief aus dem Juli 2010, dass die MIG Bank als Schlüsselunterstützung bezeichnet, sogar leicht unterschritten.
“Der Trend ist weiterhin negativ”, sagte Luc Luyet, Analyst der MIG Bank in Lausanne bereits am 21 Juni. “Sollten 1157 Dollar erreicht werden, dann schon in ein oder zwei Monaten.”

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