"Die Chinesen haben erst ein Prozent der Devisenreserven in Gold investiert"

"Die Chinesen haben erst ein Prozent der Devisenreserven in Gold investiert"

FORMAT-Nachgefragt. Alfred Grusch, Fondsmanager des Pioneer Gold Stock, über die weitere Entwicklung des Goldpreises.

FORMAT : Herr Grusch, der Untergangsprophet Mark Faber sagt, dass jetzt ein guter Einstiegszeitpunkt für Goldinvestment ist. Stimmen Sie dem zu?

Alfred Grusch : Für mich ist der Aufwärtstrend weiter intakt. Gold ist nicht wirklich teuer. Seit 1982 wurde Gold für Inder und Chinesen, gemessen an ihrer Kaufkraft, sogar um zwei Drittel günstiger. Diese beiden Staaten sorgen immerhin für die Hälfte der weltweiten Goldnachfrage.

Was könnte ein Auslöser sein, dass der zuletzt stagnierende Goldkurs wieder steigt?

Grusch : Der Goldhunger in den Emerging Markets, weil rund 85 Prozent des Edelmetalls von den Schwellenländern gekauft werden. Die Bedeutung Europas und Amerikas bei der Nachfrage wird grob überschätzt. Außerdem muss China die Zentralbankreserven diversifizieren. Die Chinesen haben erst ein Prozent der Devisenreserven in Gold investiert. Die Europäische Zentralbank hat seinerzeit eine Quote von 15 Prozent festgelegt. Wenn China also nur wenig zukauft, hat das enorme Auswirkungen.

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