Weihnachtsputz fürs Depot

Weihnachtsputz fürs Depot

Experten prophezeien ein gutes Jahr für Aktien. FORMAT zeigt, welche Titel man aus dem Depot räumen sollte, um Platz für künftige Gewinner zu haben.

Alle Glocken läuten ein Krisenjahr 2013 ein. Schon jetzt kündet zunehmende Kurzarbeit bei Industriebetrieben von drohender hoher Arbeitslosigkeit im kommenden Jahr. Die Staaten stehen bei Ausgaben auf der Bremse, arbeitsplatzintensive Großaufträge wird es 2013 kaum geben.

Und dennoch sagen Anlageexperten eine positive Entwicklung für den Aktienmarkt 2013 voraus. Freilich werden es nur bestimmte Papiere sein, die im kommenden Jahr gut performen können. Andere wiederum dürften die Entwicklung nicht mitmachen. FORMAT hat daher ein Team von Analysten um ihre Einschätzung gefragt, welche Aktientitel Anleger nun besser aus ihrem Depot nehmen sollten und welche Werte neu ins Depot kommen sollten.

Wolfgang Matejka, Matejka & Partner Asset Management; Leopold Heidenreich, Semper Constantia; Alois Wögerbauer, 3 Banken Generali; Friedrich Erhart, Pioneer Austria; Günther Schmitt, Raiffeisen Capital Management; Roland Neuwirth, Salus Alpha; Christian Ramberger, Allianz Invest; Roland Zauner, Kepler Fonds; Günther Artner, Hans Engel, Erste Bank; Horst Simbürger, Volksbank Investments, gaben an, welche Werte sie ausputzen würden und welche sie zum Aufputz des Depots verwenden würden (siehe " Aktien zum Auf- bzw. Ausputzen ").

Ergänzt wurde die Expertenmeinung der österreichischen Analysten durch die Tipps von Achim Matzke, Leiter des Index Research bei der Commerzbank, und Mislav Matejka, Aktienstratege bei JPMorgan. Die komplette Liste.

Aktien statt Anleihen

Aktien sind im Vergleich zu Anleihen so tief bewertet wie schon lange nicht. Der Grund dafür liegt in den Bemühungen der Europäischen Zentralbank, die Wirtschaft der Krisenländer Europas wieder anzukurbeln. Aktien haben also ein gewaltiges Aufholpotenzial. Bei einer Umfrage von Bloomberg rechnete die Mehrheit der Analysten mit einem Zuwachs des Stoxx Europe 600 Index (mittelgroße und kleinere europäische Unternehmen) um 10 Prozent im kommenden Jahr. Die skeptischste Prognose lag bei 1,7 Prozent. Doch freilich legen nicht generell alle Aktien im Wert zu.

Für die kommenden Jahre gelten besondere Regeln. „Der Blick auf die Dividendenrendite wird das Erfolgsrezept sein“, sagt JPMorgan-Aktienstratege Mislav Matejka. Es sollten jetzt solche Aktien ins Depot aufgenommen werden, deren Unternehmen das Potenzial haben, auch in Zukunft kontinuierlich Dividenden auszuschütten. Die Chancen dafür stehen gut. Aufgrund der schwachen Konjunktur werden sich Unternehmen in den kommenden Jahren bei Investitionen zurückhalten. Das bedeutet auch, dass gut verdienende Firmen weiter Barbestände anhäufen. Nach Berechnungen von Morgan Stanley liegen bei Europas börsennotierten Konzernen schon fast 900 Milliarden Euro an Cash. Und dieses Geld, so die Überlegung der Börsenstrategen, wird in den kommenden Jahren wieder ausgeschüttet werden.

Auslaufmodelle

Werte, die keine kontinuierliche Dividendenausschüttung bieten, sollten aus dem Depot genommen werden. Und es gibt natürlich noch andere, meist im Unternehmen und seiner Marktposition liegende Gründe, warum Aktien besser abgestoßen werden sollten. Auch wenn ihr Kurs unter dem Einstiegswert liegt. Wie Sie selbst einen Aktiencheck durchführen und danach den Weihnachtsputz in Ihrem Depot starten können, lesen Sie hier: „ Halten oder verkaufen? “.

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