Was Skiversicherungen bringen und wie man sich gegen Unfallrisiko absichern kann

Was Polizzen für Ski und Snowboards kosten, wie Sie das Unfallrisiko versichern können und worauf Sie beim Abschluss unbedingt achten sollten.

Bei klirrender Kälte geht es ab auf die Piste. Nach ein paar Abfahrten ist der Jagertee in der warmen Hütte mehr als verdient. Zum angenehm beseelten gesellt sich jedoch immer öfter ein mulmiges Bauchgefühl. Schließlich sind die funkelnagelneuen Ski, die draußen bleiben, begehrtes Diebesgut. Nur wer sich schon beim Kauf für eine Skiversicherung entschieden hat, kann sorglos das heiße Getränk schlürfen.

FORMAT zeigt, was Skiversicherungen bringen, welche Selbstbehalte trotzdem zu zahlen sind und wie man sich gegen das Unfallrisiko absichern kann. Christian Mann, Sprecher der Intersport-Gruppe: „Für Assekuranzen sind Polizzen für Skibruch oder -verlust meist kein gutes Geschäft, weil das Risiko dabei sehr hoch ist.“ Deswegen können Skiversicherungen meist nicht direkt über den Versicherer, sondern nur über den Sporthandel beim Kauf von neuen Wintersportgeräten abgeschlossen werden. So kostet etwa die Zwei-Jahres-Skipolizze von Intersport je nach Skipreis zwischen 5,99 und 45,99 Euro. Für das gleiche Versicherungspaket sind bei der Sporthandelskette Hervis für einen Zwölf-Monats-Vertrag sieben Prozent und für einen zweijährigen Schutz zehn Prozent des Neupreises zu berappen.

Josef Graf, Chef des Versicherungsmaklers EFM: „Kunden müssen wissen, dass in der Nacht nur ein eingeschränkter Versicherungsschutz bei Diebstahl besteht.“ Der Verlust wird in diesem Fall nämlich nur dann beglichen, wenn die Ski versperrt waren. Außerdem ist nur der Zeitwert gedeckt. Werden Ski bereits im ersten Jahr geklaut, bekommt man maximal 80 Prozent des Neupreises – der Rest ist aus der eigenen Tasche zu zahlen. Der Schaden kann nicht bar abgelöst werden, sondern wird als Gutschein ersetzt.

Geld bei Unfall

Viel wichtiger als eine Skiversicherung ist ein ausreichender Unfallschutz. Laut VAV-Versicherung verletzen sich jährlich rund 65.400 Österreicher beim Wintersport. Die gesetzliche Unfallversicherung zahlt nicht, weil diese nur Arbeitsunfälle betrifft. Graf: „Nur mit einer privaten Unfallversicherung sind auch Freizeitverletzungen abgedeckt, egal ob sie beim Sport oder zuhause passieren.“ Als Faustregel empfiehlt der Experte eine Mindestdeckung bei Invalidität von 100.000 Euro sowie Unfallkosten mit 3.000 Euro abzusichern. Für einen 30-jährigen Mann kommt eine Unfallpolizze mit diesen Parametern und abhängig vom Versicherer auf eine Jahresprämie zwischen 142 und 193 Euro. Bei einigen Anbietern sind Bergungskosten inkludiert. Graf: „Die können leicht 3.000 Euro übersteigen. Ein Hubschraubertransport wird nur dann von der Krankenkasse übernommen, wenn er medizinisch notwendig war.“ Und das wird in der Regel erst im Nachhinein klar.

Außerdem wichtig ist eine Privathaftpflichtversicherung, die allerdings meist bereits mit dem Haushaltsversicherungspaket abgedeckt ist. Bei Fernreisen ist zu prüfen, ob weltweiter Schutz besteht. Die Haftpflichtpolizze kommt zum Tragen, wenn man einen Unfall auf der Piste verursacht. Eine erweiterte Form der Privathaftpflicht ist die Ausfallspolizze. „Kann der Verursacher eines Schadens diesen nicht zahlen, springt die Versicherung ein“, so Graf. Für eine Versicherungssumme von drei Millionen Euro kostet die Polizze zwischen 35 und 40 Euro jährlich.

– Carolina Burger

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