Was Sie wissen müssen, um Zinsen gut zu verhandeln und Ärger zu vermeiden

Kredite können sich als kostspielige Falle erweisen. Kreditnehmer sollten daher vor Abschluss einige Punkte beachten, um nachträglichen Ärger zu vermeiden.

5-Punkte-Plan  
Wer einen Kredit aufnehmen will, sollte sich vom Berater folgende Punkte erklären lassen: an welchem Indikator sich der Kredit orientiert, wie hoch die dementsprechende Zinsspanne ist, welches Bearbeitungsentgelt anfällt, welche Rechtsgeschäftsgebühr ab-gezogen wird und wie hoch die Gesamtbelastung ist.

Kostentransparenz  
Der effektive Jahreszinssatz setzt sich aus dem nominalen Zinssatz (der oft an einen Indikator gebunden ist) und den Spesen zusammen. Die Bank muss Auskunft darüber geben, wie die Zinsen berechnet werden.

Zinsgleitklausel  
Zinssatz, der sich oft aus dem Durchschnitt von 3- oder 6-Monats-Euribor und der Sekundärmarktrendite zusammensetzt. Kunden steigen zum Zinssatz bei Vertragsausstellung ein, die Zinsen werden meist alle drei Monate oder im Halbjahr zum Stichtag angepasst.

Ein Jahr fix, dann variabel  
Einjährige Fixzinsen sind fast immer Lockangebote. Wer darauf eingeht, sollte auf jeden Fall erfragen, wie hoch der variable Zinssatz ist, der im Hintergrund von Anfang an mitläuft. Fixzinsen sollten auf mindestens drei Jahre abgeschlossen werden. Besser sind fünf oder sogar zehn Jahre.

Zinscap  
Zinsen variabler Kredite kann man mittels Zinscaps absichern. Dadurch bleibt der Zinssatz grundsätzlich variabel, wird aber nach oben gedeckelt. Solche empfehlenswerten Konstruktionen bieten die meisten Banken aber nur auf Anfrage. Eine automatische Zinsobergrenze bieten die Bausparkassen: Hier ist das Darlehen immer mit sechs Prozent gedeckelt. Bauspardarlehen kann man nicht nur für Immobilienprojekte nutzen, sondern auch zum Beispiel für Wohnungssanierung, Studium oder Pflege (bei Beträgen unter 22.000 Euro auch ohne hypothekarische Besicherung).

Von Carolina Burger und Ingrid Krawarik

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