Vier Faustregeln, die dem Erfolg Ihres Vermögensaufbaus auf die Sprünge helfen

Die alte Zauberformel der Geldanlage wirkt nicht mehr. Lange galt als guter Ratschlag: 100 minus Lebensalter ergibt den Anteil, der in Aktien angelegt werden sollte. Die logische Folge: Mit steigendem Lebensalter sollte der Anteil an Dividendenwerten laufend sinken. Im Gegenzug sollte die Anleihen-Portion Schritt für Schritt erhöht werden.

Aktuell sprechen jedoch gleich drei wichtige Faktoren gegen ein massives Engagement bei angeblich sicheren Staatsanleihen. Einerseits keimen Zinserhöhungsängste auf, die auch die Kurse 10-jähriger Staatsanleihen aus Österreich und Deutschland unter Druck bringen. Darüber hinaus macht es nur wenig Sinn, Papiere mit kürzerer Laufzeit ins Depot zu nehmen, weil deren Verzinsung zu gering ist, um die Inflation abzudecken. Und schließlich sind speziell Aktien der Industrieländerbörsen momentan im direkten Vergleich deutlich günstiger bewertet als Staatsanleihen.

● Absicherung nach unten

Seit März 2009 haben die Aktienmärkte stark zugelegt. Obwohl die Börsenampel weiter auf Grün steht, müssen Investoren mit Kursschwankungen rechnen. Damit der persönliche Geldaufbau selbst bei einem stärkeren Rückschlag der Aktienkurse nicht nachhaltig ins Schlingern kommt, sollte jedenfalls ein Stop-Loss-Limit eingebaut werden. Diese Ausstiegsbarriere kann je nach Risikoappetit bei 10 bis 15 Prozent Wertrückgang des Depots eingezogen werden.

● Breite Streuung

Bereits 1952 hat Nobelpreisträger Harry Markowitz seine „moderne Portfoliotheorie“ publiziert. Die Kernaussage des Forschers: Breite Streuung des Geldes auf Anlageklassen und -instrumente, die sich unterschiedlich voneinander entwickeln, reduziert nachweislich das Gesamtrisiko. Anleger sind aktuell gut beraten, auf einen breiten Mix aus flexiblen Anleihenfonds, Aktien, Rohstoffen und Edelmetallen zu setzen. Tipp: Wie stark die Kursverläufe der unterschiedlichen Anlageklassen voneinander abhängen, ist im Internet unter www.goldman-sachs.ch unter Eingabe des Suchbegriffs „Korrelationsmatrix“ abrufbar.

● Dauernd am Ball bleiben

Der Leitsatz von Börsenguru André Kostolany lautete: „Kaufen Sie Aktien, nehmen Sie Schlaftabletten, und schauen Sie die Papiere nicht mehr an. Nach vielen Jahren werden Sie sehen: Sie sind reich.“ Dass diese Taktik doch nicht fruchtet, haben die beiden Börsenkrisen nach dem Platzen der Technologieblase im Jahr 2001 und im Zuge des Finanz-Crashs 2008 gezeigt. Selbst in ruhigen Phasen an den Finanzmärkten sollten Anleger zumindest zweimal jährlich ihr Depot auf Schwachstellen abklopfen. Nachdem die Staatsschuldenproblematik in Europa und den USA die Finanzmärkte weiter in Atem hält, ist aktuell ein Finanz-Check im Monatstakt geboten.

Zehn Tipps für den Steuerausgleich

Steuern

Zehn Tipps für den Steuerausgleich

Service

Die Suche nach dem besten Konto

Was man als Passagier wissen muss: 5 Fakten zum Lufthansa-Streik

Geld & Service

Was man als Passagier wissen muss: 5 Fakten zum Lufthansa-Streik