US-Arbeitslosenrate auf 15-Jahres-Hoch: Wenige Investoren können sich bewähren

Die Realität hat die US-Börsen eingeholt. Nach den Kursen brechen nun die Unternehmensgewinne ein. Nur wenigen Investoren gelingt es jetzt, sich zu bewähren. Charles Dreifus ist einer davon: Die Strategien des besten Fondsmanagers der USA. wurde.

Anlegern in US-Aktien weht seit Monaten ein Orkan der Windstärke zwölf entgegen. Nur wenigen Fondsmanagern gelingt es, ihr Schiff halbwegs auf Kurs zu halten. Einer dieser Helden der Wall Street ist Charles Dreifus, Fondsmanager bei Royce & Associates, der nun von der angesehenen Ratingagentur Morningstar zum besten US-Aktienmanager des Jahres gewählt wurde. Österreichischen Investoren ist dieses Know-how durch den Gutmann US Special Equity Fonds (ISIN AT0000994991) zugänglich, in dem Dreifus das US-Depot eins zu eins nachbildet.

20 Prozent Gewinneinbußen
Dass Krisenmanagement für Investoren weiter oberstes Gebot ist, zeigen die in diesen Tagen veröffentlichten US-Unternehmenszahlen. Im Schnitt haben diejenigen unter den 500 größten US-Unternehmen, die bereits Zahlen gemeldet haben, im vierten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum 20 Prozent ihres Gewinns eingebüßt. Das ist deutlich schlechter, als die ohnehin skeptischen Analysten erwartet hatten. Bei Caterpillar, dem größten Baumaschinenhersteller der Welt, schrumpfte der Gewinn im vergangenen Quartal um 25 Prozent. Auch Technologiewerte wurden heftig gebeutelt. Bei Intel, dem weltgrößten Chiphersteller, brach der Gewinn sogar um 90 Prozent ein. IBM und Apple waren allerdings positive Ausnahmen. Citigroup und Bank of America, die beiden größten Geldhäuser der Welt, schockierten die Anleger mit Milliardenverlusten. Der zweitgrößte US-Immobilienfinanzierer Freddie Mac entpuppt sich sogar als Fass ohne Boden. Die Manager schätzen, dass nach einem Rekord-Defizit von 25 Milliarden Dollar im Vorquartal eine Geldspritze in Höhe von 35 Milliarden Dollar nötig sein wird.

Keine guten Aussichten
Für die erste Hälfte 2009 sind die Aussichten nicht besser. Im ersten Quartal erwarten einer Umfrage von Finanzdatenspezialist Thomson Reuters zufolge US-Analysten einen Gewinnrückgang von 15,5 Prozent, gefolgt von 14,3 Prozent im zweiten Quartal. Macht seit Mitte 2007 eine Gewinnrezession in Höhe von 35 Prozent. Im Schnitt lagen die Rückgänge in den Krisen seit 1945 bei lediglich 18 Prozent. JPMorgan-Chef Jamie Dimon geht davon aus, dass der Abschwung mindestens noch zwei Quartale dauern wird.

Hohe Verschuldung
Keine guten Voraussetzungen für eine rasche Erholung bilden auch die hohe Verschuldung und der rapide Anstieg der neu gemeldeten Arbeitslosen. Die Arbeitslosenrate liegt mit einem Jahreswert von 4,6 Millionen auf einem 15-Jahres-Hoch. Nach Ansicht des renommierten New Yorker Wirtschaftsprofessors Nouriel Roubini wird heuer die Arbeitslosenquote von bisher 7,2 auf über 10 Prozent steigen. Das hat spürbare Konsequenzen. Lee Scott, Chef des weltgrößten Discounters Wal-Mart: „Die Leute gehen nicht mehr in Restaurants und Kinos. Andere hören einfach mit dem Shoppen auf.“

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