Urlaub zum Spartarif: Reiseveranstalter locken mit Höchstrabatten

Da von Ägypten, der Top-Reisedestination im Winter, derzeit abgeraten wird, locken Reiseveranstalter Urlaubssuchende mit Höchstrabatten zu anderen Reisezielen. Die besten Angebote für wärmere Gefilde und Österreich.

Die Aufständischen in Ägypten hätten für ihren Umsturz keinen schlechteren Zeitpunkt erwischen können – zumindest aus Sicht der Reisebranche. Ausgerechnet zur Hauptreisezeit gerieten die Massen außer Rand und Band. Alleine im Winter fliegen rund 120.000 Österreicher nach Ägypten auf Urlaub. Das Land am Nil ist damit die beliebteste Destination in der kalten Jahreszeit. Jetzt rotiert die Reisebranche, denn der Kuchen ist neu zu verteilen, obwohl Buchungen nach Ägypten wieder möglich sind. Der erste Urlaubsflieger von Ägyptenspezialist ETI geht bereits am 26. Februar. Auch Gulet, TUI oder Neckermann bieten wieder Pauschalreisen nach Ägypten an. Sie raten aber weiterhin dringend davon ab, diese Angebote auch wahrzunehmen. Unerschrockene werden teils mit Dumpingpreisen, wie von ETI, geködert: Eine Woche im Vier-Sterne-Hotel Siva Grand Beach in Hurghada ist bereits um 399 Euro buchbar.

Neue Top-Destination Teneriffa

Doch das neue Nummer-eins-Ziel der Österreicher ist derzeit Teneriffa. Reiseveranstalter wie Thomas Cook haben deshalb die Flugkapazitäten massiv aufgestockt. So hebt jetzt neben den bisherigen Neckermann-Flügen jeden Donnerstag zusätzlich ein Flieger von Salzburg nach Teneriffa ab, jeden Sonntag startet einer vom Wiener Flughafen. Gleichzeitig drängen große Player wie Neckermann, Billa Reisen und Alltours mit Billig – angeboten für Ersatzdestinationen auf den Markt. Bei Pauschalreisen sind deshalb Kampfpreise mit bis zu 40 Prozent Rabatt keine Seltenheit.

Neben den Kanarischen Inseln stehen die Türkei, Mallorca und Madeira auf der Beliebtheitsskala Reisewilliger ganz oben. Bei den Fernreisen sind es Thailand, die Arabischen Emirate und die Dominikanische Republik. Speziell für die Kanarischen Inseln sollte man sich rasch entscheiden. „Langsam sind die Kapazitäten erschöpft“, so Stefan Suska, Kommunikationschef von Alltours. Die hohe Nachfrage ist wenig verwunderlich. So kostet etwa eine Woche im Gran Hotel Turquesa Playa in Puerto de la Cruz bei Neckermann im März statt 1.299 Euro nur 739 Euro. Ein Nachlass von 39 Prozent.

Auch jene, die nur ein Hotel buchen, finden Traumangebote. So offeriert Neckermann im März Vier-Sterne-Hotels in mehreren europäischen Hauptstädten zwischen 38 und 49 Euro pro Person und Nacht. Bei www.hofer-reisen.at gibt es drei Nächte in einem Vier-Sterne-Hotel am Gardasee um insgesamt 149 Euro. Eine extrem breite Auswahl an Zimmern zu Dumpingpreisen eröffnet sich auch auf Internetseiten wie www. laterooms.com .

Bis 35 Prozent Preisdifferenz bei Leihautos

Auch bei Leihwagen lohnt sich der Preisvergleich. Auf www.e-mietwagen.at kann man auf Knopfdruck unter zehn Anbietern den günstigsten suchen. Je nach Reiseziel und Fahrzeuggröße weichen die Angebote um bis zu 35 Prozent voneinander ab. Wer etwa zu Ostern an die türkische Riviera reist, zahlt bei e-mietwagen.at für die Wochenmiete eines Ford Focus 282 Euro. Die Ersparnis gegenüber Hertz und sunnycars.at beträgt rund 25 Prozent. Bei einem einwöchigen Mallorca-Trip reicht die Bandbreite für die günstigste Kleinwagenmiete von 195 bis 299 Euro.

Bis zu 50 Prozent Rabatt in Österreich

Mit den besten Reise-Schnäppchen locken Hotels in Winterskigebieten. „Da Ostern heuer so spät ist, sind in dieser Woche Rabatte von 25 Prozent und mehr möglich“, weiß Tourismusexpertin Nicole Resch. Auch die Vergünstigungen für den März können sich sehen lassen. So logiert die Begleitperson in der Nobelherberge Astoria Kitzbühel im Doppelzimmer im März um die Hälfte des Preises. Im Hotel Enzian in Zauchensee zahlt die zweite Person überhaupt nichts.

Generell sind die Preise für Reisen im Vergleich zu jenen vor der Krise noch niedrig. „Da vor einem Jahr die Konjunkturaussichten für 2011 noch schwach waren, ist es uns gelungen, für die laufende Saison gute Preise auszuverhandeln“, erläutert Suska von Alltours. Das könnte sich im Sommer ändern. Schon alleine der anziehenden Kerosinpreise wegen. Noch hält sich die Teuerung in beliebten Urlaubsländern aber in Grenzen. In Spanien kriegt man für 100 Euro derzeit Waren und Dienstleistungen im Gegenwert von 106 Euro. In der Türkei sind 100 Euro, die ein Österreicher dort ausgibt, 134 Euro wert.

– Anneliese Proissl

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