Tesla: Die schnellste Öko-Aktie

Tesla: Die schnellste Öko-Aktie

Amerikaner sind nicht unbedingt für dezentes Understatement bekannt. Ganz besonders nicht, wenn sie erfolgreich sind. So ist wohl die jüngste Meldung des amerikanischen Elektroautobauers Tesla zu interpretieren: "Tesla verkauft mehr Autos als Daimler, BMW und Audi“, hieß es vor wenigen Tagen.

Bei Audi bekam man die Meldung in die falsche Kehle. Per Social Media-Postings wurde der Elektroautohersteller in die Schranken gewiesen. Es stimme zwar, dass Tesla von seiner Limousine mehr Fahrzeuge verkaufe als Audi mit dem A8, Mercedes mit der S-Klasse oder BMW mit dem 7er. Aber Tesla habe eben nur dieses eine Modell und nicht eine ganze Modellpalette wie die deutschen Premium-Hersteller.

Die Klarstellung ging für die Deutschen aber nach hinten los. Sie mussten sich in Postings als beleidigte Leberwurst verhöhnen lassen.

Unter Spannung

Tesla fährt derzeit jedenfalls wieder auf der absoluten Erfolgsstraße: Das Unternehmen vermeldet im ersten Quartal dieses Jahres überraschenderweise einen Gewinn. Für das heurige Geschäftsjahr erwartet Firmengründer Elon Musk nicht nur einen Reingewinn, sondern eine Marge von 25 Prozent - das liegt auf dem Niveau von Porsche. Die Tesla-Aktie beschleunigte bei dieser Gewinnprognose rasant. Der Kurs verdreifachte sich und gilt mittlerweile als sehr teuer. Analysten sehen aber dennoch Potenzial für eine rasante Spekulation: Das Kursziel wird bei 85 Euro angegeben. Der Wert hat also noch Luft nach oben. Wer bei Tesla an der Börse mitfahren will, sollte aber eine Stopp-Loss-Order bei 60 Euro setzen.

Musk nutzte den Rückenwind am Kapitalmarkt jedenfalls selber und begab zusätzlich eine Unternehmensanleihe. Mit einem Teil des Erlöses von rund einer Milliarde US-Dollar zahlte er den 465 Millionen-Dollar Staatskredit zurück, den Tesla wie alle amerikanischen Fahrzeughersteller während der großen Autokrise 2008/9 in Anspruch genommen hatte. Und prompt feuerte er auch eine Breitseite gegen die Big Three aus Detroit ab: Tesla sei nun der einzige amerikanische Autobauer, der dem Staat kein Geld mehr schulde. Es gab keinen Widerspruch von Ford, Chrysler oder General Motors.

Neuer Stromstoß

Tesla Gründer Musk hat schon das nächste Kapitel für die Börsenstory bereit: Der ultimative Road-trip, 4.500 Kilometer quer durch Amerika von Los Angeles nach New York, wird mit dem Elektroauto bald möglich sein. Bis zum Jahr 2015 sollen 98 Prozent der Fläche der USA und Kanada mit einem Netz von Stromtankstellen überzogen sein. In 20 bis 30 Minuten können die Batterien des Tesla S wieder aufgeladen werden. Und das gratis - nur Benutzer anderer Elektroautos müssen zahlen.

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