Studieren: Die günstigsten Kreditkarten, Konten, Versicherungen und Handy-Tarife

Kostenlose Girokonten, Gratis-Polizzen, billige Computer und günstige Tickets: Tipps für Studenten, wo man die besten Angebote findet.

Banken, Versicherungen und Kreditkartenanbieter werfen wieder den Köder aus. Im Herbst starten Tausende Studenten ins Unileben, die es als neue Kunden zu gewinnen gilt. FORMAT hat Offerte unter die Lupe genommen und zeigt, wie Studenten Geld sparen können und wo es die besten Schnäppchen gibt.

Die Frage der Zinsen

Vor allem Banken umgarnen Studierende mit besonders guten Offerten. Schließlich zählen die Akademiker in spe zu den „Besserverdienern von morgen“. Dass das Girokonto bei fast allen Instituten gratis angeboten wird, versteht sich von selbst. Große Unterschiede gibt es hingegen bei den Soll- und Habenzinsen. Wer häufig ins Minus rutscht, sollte die Zinskonditionen genau prüfen, denn Verhandlungsspielraum gibt es bei den Studentenkonten meist keinen. So liegen etwa die Überziehungszinsen beim easybank-Studentenkonto oder bei der RLB NÖ-Wien bei 8,5 Prozent, während die Bank Austria 9,5 Prozent pro Jahr verrechnet. Im Gegensatz zur easybank offeriert dafür die Bank Austria Zusatzangebote wie etwa einen Ticketservice, bei dem Studierende Karten für Konzerte, Kabaretts oder Festivals um bis zu 20 Prozent günstiger haben können.

Die Erste Bank wartet beim Studentenkonto mit einer kostenlosen Kopierkarte und einem gratis in der Bankomatkarte inkludierten internationalem ISIC-Studentenausweis auf. Mit dem Ausweis können Studenten auch im Ausland Vergünstigungen in Anspruch nehmen. Das Erste-Bank-Studentenkonto beinhaltet außerdem eine kostenlose Privathaftpflichtversicherung der Wiener Städtischen. Einem geschenkten Gaul schaut man zwar nicht ins Maul, die versicherte Schadenssumme fällt aber mit 75.000 Euro eher bescheiden aus. Franz Starritz, Geschäftsführer des Wiener Versicherungsmaklers Nanke & Partner: „Bei einer Haftpflichtversicherung ist eine Schadenssumme von mindestens einer Million Euro zu empfehlen. Unfälle mit Personenschäden können nämlich schnell einen siebenstelligen Betrag kosten.“

Als Faustregel für eine Haftpflichtversicherung, die meist ein Baustein der Haushaltsversicherung ist, gilt: Wer aus der elterlichen Wohnung auszieht, braucht eine eigene Haftpflichtversicherung oder lässt sich bei der Versicherungspolizze der Eltern mitversichern. Studenten, die in eine Wohngemeinschaft ziehen, empfiehlt Starritz eine neue Haushaltspolizze. „Damit auch alle WG-Mitglieder in den Versicherungsschutz kommen, muss jeder in der Polizze namentlich angeführt werden.“

Meistens lassen sich ein bis zwei zusätzliche Personen prämienfrei in den Vertrag integrieren. Für größere WGs erhöht sich die Jahresprämie ab der dritten Person um 20 bis 100 Euro. Außerdem ist der Zusatz „erweiterte“ Privathaftpflichtversicherung wichtig. Starritz: „Nur diese Verträge inkludieren sogenannte Tätigkeitsschäden. Dieser ist von Bedeutung, wenn dem Studenten etwa eine Fotokamera eines Freundes aus der Hand fällt.“ Eine Privathaftpflichtversicherung ist die einzige Polizze, die für Studenten unerlässlich ist.

Plastik statt Bargeld

Praktisch, aber nicht unbedingt erforderlich ist eine Kreditkarte für Studenten. Wer dieses Extra genießen will, braucht ein Einkommen, ein Stipendium, oder die Eltern haften für die Ausgaben. Martin Korntheuer, Finanzdienstleistungsexperte der Arbeiterkammer, warnt aber: „Banken sind bei der Risikoprüfung von Studenten oft großzügiger. Die Jugendlichen müssen aber aufpassen, dass sie beim Schuldenmachen nicht den Überblick verlieren.“

Die Einstiegshürden, um eine Kreditkarte zu bekommen, sind jedenfalls von Bank zu Bank sehr unterschiedlich. Beim easybank-Studentenkonto mit Erweiterungspaket brauchen Studenten ein Einkommen von rund 1.000 Euro monatlich, um die Kreditkarte von Visa oder MasterCard gratis zu bekommen. Der monatliche Einkaufsrahmen endet bei 1.500 Euro.

Weitaus lockerer sind die Kriterien beim Studentenkonto der Bank Austria. Dort reicht ein monatlicher Eingang von 400 Euro, um eine Visa-Kreditkarte von card complete sein Eigen nennen zu können. Das Kreditkartenlimit liegt bei 2.250 Euro pro Monat, für die Kreditkarte fällt im ersten Jahr keine Gebühr an. Danach verrechnet die Bank eine Jahresgebühr von 27,25 Euro. Diese Karte beinhaltet sogar einen Storno- und Versicherungsschutz. Allerdings kann der Stornoschutz nur einmal pro Jahr bis maximal 2.500 Euro in Anspruch genommen werden, der Selbstbehalt liegt bei zehn Prozent. Voraussetzung ist, dass mit der Karte regelmäßig bezahlt wird. Am besten man wickelt einfach die monatliche Handyrechnung via Kreditkarte ab.

Wie Studenten auf der Internetsite www.preisjaeger.at erfahren, gibt es von der A1-Billigschiene bob den neuen, günstigen Handytarif namens „smartbob“ ohne Vertragsbindung. In der monatlichen Gebühr von 9,90 Euro sind 1.000 Freiminuten und 1.000 SMS in alle Netze österreichweit inkludiert. Dazu gibt es ein Gigabyte zum Internetsurfen. Einziger Wermutstropfen: Das Handy muss extra gekauft werden. Bei der Suche nach einem günstigen Gerät helfen Websites wie zum Beispiel www.geizhals.at oder www.willhaben.at .

– Carolina Burger, Linda Spatzierer

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