Studentenkonten im Test

Studentenkonten im Test

Alles gratis, könnte man meinen, wenn man so manches Bankangebot für Studierende in der Auslage sieht. FORMAT zeigt, worauf trotzdem zu achten ist und wo Fallen lauern.

Eigentlich macht niemand gerne Geschäfte, bei denen nichts zu verdienen ist. Banken buhlen trotzdem um jeden Studenten, obwohl sie mit jedem Girokonto Verluste einfahren. Das größte, allerdings relativ überschaubare Problem ist, "dass Studierende oft bei mehreren Banken gleichzeitig ein Gratis-Girokonto eröffnen, um so mehrere Geschenke einzuheimsen. Schlussendlich wird aber nur ein Konto verwendet“, plaudert ein Banker aus dem Nähkästchen.

Die Strategie der Institute geht trotzdem in rund 80 Prozent der Fälle auf. Denn so viele Akademiker bleiben auch nach Abschluss des Studiums der Bank weiter treu, für die sie sich als Erstsemestrige entschieden haben. Und auf Lebenszeit gerechnet, zahlt es sich dann doch wieder aus, Studenten besonders großzügig zu behandeln.

Alles gratis

Da wundert es auch nicht, dass praktisch alle Leistungen umsonst angeboten werden. Kostenlose Bankomatkarte, Kontoführung und sogar Kreditkarten zählen bei den meisten Banken zum Standardprogramm für die guten Kunden von morgen. Auch die Verzinsung des Ersparten liegt meist über der von herkömmlichen Girokonten. Einzige Bank, bei der die Kontoführeng nur kostenlos ist, solange der Student nicht ins Minus rutscht, ist die Bawag PSK (siehe Studentenkonten im Test ).

Sogar ein Überziehungsrahmen lässt sich problemlos vereinbaren, sofern man ein regelmäßiges Einkommen von zumindest 300 Euro pro Monat vorweisen kann. Günther Haas, Betreuer der Studentenkonten bei der Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien: "Sobald über einen Mindestzeitraum von drei Monaten ein regelmäßiger Eingang festzustellen ist, gewähren wir einen Überziehungsrahmen in Höhe von 1.500 bis 2.500 Euro.“

Selbst Kreditkartenanbieter wenden bei Studenten erstaunlich lockere Einkommensanforderungen an. So gewährt etwa die Diners Club schon einen monatlichen Einkaufsrahmen von 3.000 Euro, sobald Eingänge in Höhe von 300 Euro nachgewiesen werden. Das ist immerhin ein Kredit in Höhe des zehnfachen Monatseinkommens. Vorsicht: Kreditkarten sind meist nur im ersten Jahr kostenlos. Danach werden zwischen 27 und 29 Euro dafür verrechnet. Tipp: Die Wein-&-Co-Diners-Karte ist dauerhaft gratis.

Versteckte Spesen

Bevor Studenten ein Bankkonto eröffnen, empfiehlt es sich trotzdem, Spesen zu erfragen, die beim Abheben am Bankschalter oder bei Änderungen eines Dauerauftrags anfallen. Teuer kann es auch werden, wenn etwa Abbuchungsaufträge nicht durchgeführt werden können, weil das Konto nicht gedeckt war. Hier werden Spesen bis zu sieben Euro kassiert.

Tipp: Wer sich nicht für Extras wie vergünstigte Tickets oder das Gratis-Binden der Diplomarbeit, das die Erste Bank anbietet, interessiert, sollte auch das ganz normale easybank-Konto unter die Lupe nehmen. Neben relativ hohen Habenzinsen von 1,25 Prozent fallen auch die Sollzinsen mit 8,5 Prozent deutlich günstiger aus als beim Studentenkonto der easybank-Mutter Bawag PSK. Und außerdem bleibt das Online-Konto auch weiter spesenfrei, wenn man keine Inskriptionsbestätigung mehr vorweisen kann.

Studentenkonten im Test: Was gratis ist und was die Überziehung kostet

Zehn Tipps für den Steuerausgleich

Steuern

Zehn Tipps für den Steuerausgleich

Service

Die Suche nach dem besten Konto

Was man als Passagier wissen muss: 5 Fakten zum Lufthansa-Streik

Geld & Service

Was man als Passagier wissen muss: 5 Fakten zum Lufthansa-Streik